
300.000 Euro Drogenfund: Kurier auf A2 bei Hamm gefasst
Der Zoll hat auf der A2 bei Hamm einen Drogenkurier mit knapp 31 Kilogramm Marihuana gestoppt. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liegt bei über 300.000 Euro.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 06:55
Großer Drogenfund auf der A2 bei Hamm
Bei einer Routinekontrolle am Rasthof Rhynern Süd leiteten Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege aus Anröchte ein Auto mit polnischem Kennzeichen zur Kontrolle. Der 49-jährige alleinreisende Fahrer gab an, aus den Niederlanden kommend auf dem Weg nach Polen zu sein. Auf die Frage nach mitgeführten verbotenen Gegenständen antwortete er ausweichend.
Gefälschte Kennzeichen und versteckte Drogen
Die Beamten entdeckten schnell Unregelmäßigkeiten: Zwischen den Dokumenten des Fahrers fanden sie einen niederländischen Fahrzeugschein sowie die original zum Auto gehörenden niederländischen Kennzeichen im Fußraum. Papiere zu den am Fahrzeug befindlichen polnischen Nummernschildern konnte der Mann nicht vorlegen.
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stießen die Zöllner auf einen mit schwarzem Klebeband zugeklebten Karton auf dem Rücksitz. Darin befanden sich mehrere Klarsichtbeutel mit Marihuana. Im Kofferraum entdeckten sie weitere Kartons und eine Plastiktragetasche - alle enthielten Marihuana in Klarsichtbeuteln. Insgesamt stellten die Beamten 30 Beutel sicher.
Kurier gesteht Transport für 2.000 Euro
Der Beschuldigte räumte spontan ein, dass ihm das Marihuana in den Niederlanden ins Auto gelegt worden sei. Er sollte es nach Polen transportieren und dafür 2.000 Euro erhalten. Neben dem Drogenbesitz stellte sich heraus, dass der Mann ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war und Betäubungsmittel konsumiert hatte.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Gegen den 49-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs in Verbindung mit dem Cannabiskonsumgesetz eingeleitet. Wegen der gefälschten Kennzeichen wurde die Autobahnpolizeiwache Kamen hinzugezogen. Die Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund. Der Vorgang ereignete sich bereits am 24. Februar 2026, konnte aber aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt veröffentlicht werden.
Autorin: Jacqueline Schlüsener