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A445 zwischen Werl und Hamm: Gericht entscheidet
© Julia Winkler
(v.l.n.r.): Marc Herter OB Hamm, Oliver Pöpsel MdB Kreis Soest, Michael Thews MdB Hamm/ Unna, Torben Höbrink BGM Werl
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A445 zwischen Werl und Hamm: Gericht entscheidet

Seit Jahren fehlt ein Autobahnabschnitt zwischen Werl und Hamm - und seit Jahren wird darüber gestritten. Am 23. September 2026 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht über zwei Klagen gegen das Projekt. Lokale Politiker sprechen sich parteiübergreifend für den Bau aus.

Veröffentlicht: Freitag, 24.07.2026 05:45

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Jahrelange Diskussion, jetzt ein Termin

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Der Lückenschluss der A445 zwischen Werl und der A2 bei Hamm-Rhynern beschäftigt die Region schon seit vielen Jahren. Gebaut ist bislang nichts - zu groß sind die rechtlichen Hürden. Das könnte sich im Herbst ändern: Am 23. September 2026 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht über zwei Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für das Projekt. Die Entscheidung des Gerichts wird darüber mitentscheiden, ob und wann der Bau überhaupt beginnen kann.

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Politiker aus Soest und Hamm ziehen an einem Strang

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Im Vorfeld der Verhandlung haben sich mehrere Politiker klar positioniert - und das partei- wie kommunenübergreifend. Oliver Pöpsel, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Soest, Werls Bürgermeister Torben Höbrink, der Hammer Bundestagsabgeordnete Michael Thews sowie Hamms Oberbürgermeister Marc Herter sprechen sich gemeinsam für den Bau aus. Für sie ist der Lückenschluss kein reines Straßenbauprojekt, sondern eine Frage der Zukunftsfähigkeit der gesamten Region.

„Der Lückenschluss der A445 verbindet nicht nur Straßen, er verbindet Regionen, stärkt unsere Wirtschaft und entlastet die Menschen vor Ort. Deshalb setzen wir uns gemeinsam und parteiübergreifend mit Nachdruck für die Realisierung dieses wichtigen Infrastrukturprojekts ein." - Oliver Pöpsel, Michael Thews, Torben Höbrink und Marc Herter, gemeinsame Erklärung.
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Hilbeck trägt die Last des Ausweichverkehrs

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Besonders spürbar ist die fehlende Autobahn im Werler Ortsteil Hilbeck. Weil die A445-Lücke nicht geschlossen ist, weichen viele Fahrzeuge auf die B63 aus - mitten durch den Ort. Bürgermeister Torben Höbrink macht deutlich, was das für die Menschen dort bedeutet:

„Der Ausweichverkehr, der jetzt durch Hilbeck geleitet wird über die B63, ist eine Zumutung. Nicht nur für die Verkehrsteilnehmer, sondern insbesondere für die Hilbecker Bevölkerung. Da kommt es zu Staus, da kommt es zu gefährlichen Situationen zwischen Lkw, den Passanten und den Fahrradfahrern." - Torben Höbrink, Bürgermeister Werl.
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Wirtschaft und Standort als Argumente

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Für Höbrink geht es aber nicht nur um Hilbeck. Er sieht den Lückenschluss als wichtiges Signal für die gesamte Region - wirtschaftlich wie strukturell:

„...weil er eine Lücke schließt zwischen der A44 und der A2. Das ist wichtig für Werl, das ist wichtig für unsere Region, für unseren Wirtschaftsstandort, damit sich Gewerbe ansiedeln kann und auch, dass der Ortsteil Hilbeck endlich vom Verkehr entlastet wird." - Torben Höbrink, Bürgermeister Werl.

Auch in der Pressemitteilung der vier Politiker wird die wirtschaftliche Bedeutung betont: Unternehmen in den Kreisen Soest und Unna sowie in Hamm seien auf leistungsfähige Verkehrswege angewiesen. Der Ausbau soll bestehende Betriebe stärken und bessere Bedingungen für neue Ansiedlungen schaffen.

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Hoffnung auf ein klares Signal aus Leipzig

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Höbrink hofft, dass das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im September Klarheit schafft:

„Wir erhoffen uns von der Gerichtsverhandlung im September endlich ein klares Signal und dass die Planfeststellung Rechtskraft erlangt und dass dann der Lückenschluss endlich gebaut werden kann." - Torben Höbrink, Bürgermeister Werl.

Sollte das Gericht die beiden Klagen abweisen, wäre das Planungsrecht für das Projekt gesichert - und die nächsten Schritte Richtung Bau könnten eingeleitet werden.

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Finanzierung soll aus Bundespaket kommen

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Für die Kosten des Projekts sehen die beteiligten Politiker gute Aussichten. Die Finanzierung soll aus dem Infrastrukturpaket der Bundesregierung kommen. Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstützen das Vorhaben nach Angaben der Politiker ausdrücklich.

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Kritiker sehen das Projekt anders

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Nicht alle sind von dem Projekt überzeugt. Gegner des Lückenschlusses halten ihn für überflüssig und zu teuer. Sie befürchten außerdem negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Wie das Bundesverwaltungsgericht diese Argumente bewertet, wird sich am 23. September 2026 zeigen.

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