
Antrag für neue Konverterstation in Uentrop
Der Ausbau des Stromnetzes in Hamm geht voran. Netzbetreiber Amprion hat offiziell den Bau der Konverterstation am Kraftwerk Westfalen beantragt, um künftig Nordseestrom in die Region zu bringen.
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Antrag für eine Konverterstation
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat bei der Bezirksregierung Arnsberg den Bau und Betrieb einer Konverterstation in Hamm-Uentrop beantragt. Die Anlage entsteht auf einer ehemaligen Industriefläche neben dem Gelände des Kraftwerks Westfalen. Erste Vorbereitungen auf der künftigen Baufläche laufen laut Amprion bereits seit dem Frühsommer. Die offizielle immissionsschutzrechtliche Genehmigung sowie der Baustart werden im Lauf des Jahres 2027 erwartet.
Strom kommt von der Nordsee nach Hamm
Das Projekt ist ein zentraler Baustein für die regionale Energieversorgung. Ab voraussichtlich 2032 soll die Anlage über eine neue Erdkabeltrasse Strom aus Wilhelmshaven aufnehmen. Der Konverter wandelt diesen Gleichstrom in Wechselstrom um, damit er in das Höchstspannungsnetz eingespeist und zu den Haushalten geleitet werden kann.
Anlage wird schon vorher genutzt
Bis der erste Strom aus dem Norden fließt, wird die Anlage bereits einen anderen Nutzen haben. Nach Angaben von Amprion soll der Konverter schon vor 2032 als sogenannte STATCOM-Anlage ans Netz gehen. In dieser Funktion gleicht das System Spannungsschwankungen aus und trägt zur Stabilität im Stromnetz bei.
Korridor B wird seit 2021 geplant
Die Anlage in Uentrop gehört zum Stromnetz-Projekt Korridor B, das seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz verankert ist. Während die Bezirksregierung Arnsberg für den Konverter zuständig ist, wird die zugehörige Gleichstromtrasse separat durch die Bundesnetzagentur genehmigt. Die Erdkabel werden mit einer Spannung von 525 Kilovolt betrieben.