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Apotheken in Hamm wehren sich gegen Zahlung
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Apotheken in Hamm wehren sich gegen Zahlung

Die Apotheken wehren sich gegen geplante Zahlungen, verweisen auf Nachwuchsprobleme und gestiegene Energiekosten.

Veröffentlicht: Montag, 26.09.2022 10:21

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Die Apotheken sollen demnächst für jedes verschreibungspflichtige Medikament, das über ihre Ladentheke geht, zwei Euro an die Krankenkassen geben, um deren Finanzierungslücke zu füllen. So der Plan von Bundesgesundheitsminister Lauterbach. Damit sind aber nicht nur die Apotheken in Hamm nicht einverstanden. Auch ihre Zahl ist innerhalb der letzten 20 Jahre geschrumpft - von 55 auf 39, so Martin Schwarzer aus Hamm als Mitglied des Apothekerverbandes.

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Apothekenvergütung jahrelang nicht gestiegen

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Viele Medikamente müssten kühlgelagert werden, so Schwarzer und so steige der Druck immer weiter, der ohnehin schon da sein durch Online-Anbieter. Auch Nachwuchs sei rar gesät und kaum zu begeistern, wenn der Beruf immer weniger attraktiv werde. In Hamm sind allein 10 Apotheken Filialen und nicht mehr inhabergeführt. Seit zig Jahren sei die Apothekenvergütung nicht mehr gestiegen - jetzt soll sie gekürzt werden. Dabei liege der Anteil der Apotheken an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung nur noch bei 1,9 Prozent. Am Ende gehe es auch um flächendeckene Versorgung, so Schwarzer - auch durch Notdienste 24/7.

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