
Banken in Hamm melden Gold-Boom: Was Anleger wissen sollten
Der Goldpreis erreichte im Januar mit über 5.500 US-Dollar pro Unze neue Höchststände und sorgt in Hamm für erhöhte Nachfrage bei lokalen Banken. Finanzexperten von Volksbank und Sparkasse Hamm raten zu langfristiger Betrachtung statt kurzfristiger Spekulation.
Veröffentlicht: Dienstag, 03.02.2026 05:28
Goldpreis-Boom erreicht Bankschalter in Hamm
Der Goldpreis hat zu Jahresbeginn 2026 spektakuläre Höchststände erreicht und überschritt erstmals die Marke von 5.500 US-Dollar pro Unze. Diese Rekordjagd des Edelmetalls macht sich auch in Hamm deutlich bemerkbar. Sowohl die Volksbank Hamm als auch die Sparkasse Hamm verzeichnen eine spürbar gestiegene Nachfrage ihrer Kunden nach Gold-Investments. Der starke Preisanstieg, der bereits seit 2024 anhält und sich im vergangenen Jahr nochmals beschleunigt hat, weckt das Interesse der Anleger in der Region. Trotz der jüngsten Kursschwankungen bleibt Gold im Vergleich zum Vorjahr auf einem sehr hohen Niveau.
"Gold sollte aber als langfristiger Stabilitätsbaustein und weniger als kurzfristiges Spekulationsobjekt betrachtet werden" - Carsten Jäger, Volksbank Hamm
Finanzexperten aus Hamm empfehlen moderate Gold-Aufteilung
Die Finanzfachleute in Hamm sehen den aktuellen Gold-Boom durchaus kritisch und mahnen zu einer durchdachten Herangehensweise. Die Sparkasse Hamm empfiehlt ihren Kunden eine moderate Aufteilung von etwa 5 bis 10 Prozent des Gesamtportfolios in Gold. So wird die Geldanlage breiter gestreut, ohne zu stark auf Gold zu setzen. Bei der Volksbank Hamm wird die lang geltende Orientierung von 5 bis 10 Prozent Goldanteil angesichts globaler Währungsverschiebungen und hoher Goldkäufe durch Zentralbanken zunehmend neu bewertet. Höhere Gewichtungen seien nachvollziehbar, die passende Höhe könne jedoch nur im individuellen Beratungsgespräch ermittelt werden.
"Für risikobewusste Anleger bieten sich besonders physisches Gold oder Gold-ETFs an, wobei jedes Produkt seine spezifischen Vor- und Nachteile hat" - Karsten Ohlendorf, Leiter Private Banking der Sparkasse Hamm
Risiken und Chancen für Hammer Anleger
Gold hat sich über Jahrzehnte als wertbeständig erwiesen, besonders in unsicheren Zeiten mit geopolitischen Spannungen und steigender Inflation. Das Edelmetall gilt deshalb als "Safe Haven", also sicherer Hafen für das Vermögen. Allerdings warnen die Hammer Finanzexperten auch vor den Risiken des aktuellen Höhenstands. Der starke Preisanstieg der vergangenen Monate birgt das Risiko, nahe einem Höchststand einzusteigen. Gold erzielt weder laufende Erträge noch Zinsen und kann daher keine renditeorientierten Anlagen wie Aktien oder sichere Ertragsbringer wie Anleihen ersetzen. Steigende Realzinsen könnten den Goldpreis künftig belasten - ein zentraler Punkt für die langfristige Finanzplanung der Anleger.
Hintergrund: De-Dollarisierung treibt Goldnachfrage
Gründe für die aktuelle Goldpreis-Entwicklung sind unter anderem die globalen Währungsverschiebungen und eine fortschreitende De-Dollarisierung. Zentralbanken weltweit haben ihre Goldkäufe deutlich erhöht, was zusätzlichen Preisdruck erzeugt. Für Hammer Anleger bedeutet dies, dass Gold besonders dann sinnvoll ist, wenn es langfristig und als Absicherung in ein Portfolio integriert wird. Die Wahl zwischen physischem Gold, Gold-ETFs oder anderen goldbasierten Finanzprodukten hängt von den individuellen Anlagezielen und Risikobereitschaft ab. Volksbank und Sparkasse bieten entsprechende Beratungsgespräche an, um die passende Gold-Strategie für jeden Kunden zu entwickeln.