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Eine Hand mit einem Schlüssel.
© Radio Lippewelle Hamm
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Barrierefreie Wohnungen in Hamm weiter knapp

Mangel an barrierefreiem Wohnraum wie in Hamm ist kein Einzelfall. Auch in Hamm gibt es noch viel Luft nach oben, das zeigt eine aktuelle Analyse.

Veröffentlicht: Freitag, 10.04.2026 04:51

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Barrierefreier Wohnraum in Hamm bleibt knapp

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Auf dem Wohnungsmarkt in Hamm ist barrierefreier Wohnraum weiter vergleichsweise selten. Nach einer Analyse des Seniorendienstes "Eli die Fee" sind 11,8 Prozent der angebotenen Wohnungen in Hamm barrierefrei. Damit liegt die Stadt fast genau auf dem bundesweiten Durchschnitt. Im Vergleich der 100 größten deutschen Städte bedeutet das für Hamm exakt Platz 50, also: Mittelfeld. Grundlage der Untersuchung sind nach Angaben des Seniorendienstes 94.658 Wohnungsinserate aus ganz Deutschland. Geprüft wurde, ob die Angebote über einen stufenlosen Zugang verfügen und damit ein Mindestmaß an Barrierefreiheit erfüllen.

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Deutlicher Unterschied zwischen Miete und Kauf

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Besonders groß ist auch in Hamm der Unterschied zwischen Mietwohnungen und Kaufobjekten. Laut Analyse sind nur 7,8 Prozent der Mietwohnungen barrierefrei. Bei den Kaufobjekten liegt der Anteil dagegen bei 16,3 Prozent. Das ist ein Abstand von 8,5 Prozentpunkten. Auch bundesweit zeigt sich laut der Untersuchung dieses Muster. In 74 von 100 ausgewerteten Städten ist der Anteil barrierefreier Kaufobjekte höher als bei Mietwohnungen. In Hamm ist barrierefreier Wohnraum damit deutlich bei Kaufwohnungen zu finden als auf dem Mietmarkt.

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Bundesweit fehlen Millionen barrierefreie Wohnungen

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Der Mangel an barrierefreiem Wohnraum ist nach Angaben der Bundesregierung bundesweit groß. Demnach fehlen derzeit rund 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen in Deutschland. In den vorliegenden Texten heißt es außerdem, dass sich diese Lücke in den vergangenen Jahren vergrößert habe. Für Menschen, die auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sind, bleibt die Suche damit auch in Hamm schwierig. Vor allem ältere Menschen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Familien mit Kinderwagen sind betroffen.

 

Autorin: Ute Hien

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