
Bönen/Hamm: Windrad in Flammen - Bahnstrecke wieder frei
Nach dem Brand eines Windrads an der Stadtgrenze zu Hamm hat die Bahn die Streckensperrung in Richtung Dortmund aufgehoben. Die Feuerwehren aus Bönen und Hamm waren zu einem großen Gemeinschaftseinsatz ausgerückt.
Veröffentlicht: Montag, 15.06.2026 04:23
Feuer im Kopf der Anlage weithin sichtbar
Am Sonntagmittag ist im Bereich der Stadtgrenze zwischen Bönen und Hamm der obere Teil einer Windkraftanlage in Brand geraten. Die Feuerwehr Hamm wurde gegen 12:08 Uhr alarmiert und konnte die dichten, schwarzen Rauchwolken bereits auf der Anfahrt aus großer Entfernung sehen. Da sich im Kopf der Anlage rund 300 Liter Getriebeöl befanden und das Windrad sich selbst abgeschaltet hatte, wurde auf Löscharbeiten verzichtet. Die Flammen erloschen schließlich von selbst. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Bahnstrecke Hamm-Dortmund stundenlang gesperrt
Wegen möglicher herabfallender Trümmerteile aus 95 Metern Höhe musste die direkt angrenzende Bahnstrecke aus Sicherheitsgründen stundenlang gesperrt werden. Das beeinträchtigte auch den Fernverkehr nach Köln und Berlin. Die Bahnstrecke ist seit dem frühen Abend wieder in beide Richtungen für den Zugverkehr freigegeben. Auch die Warnung an Anwohner, wegen der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurde wieder aufgehoben.
Feuerwehr Hamm unterstützt mit Geländefahrzeugen und Drohnen
An der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass das brennende Windrad knapp auf Bönener Stadtgebiet steht. In enger Absprache mit der bereits anwesenden Feuerwehr Bönen unterstützten die Hammer Einsatzkräfte die Sicherungsmaßnahmen. Für den Einsatz bündelten beide Städte ihre Kräfte.
Die Feuerwehr Hamm brachte unter anderem einen Löschzug, zwei geländegängige Tanklöschfahrzeuge sowie ihre Sondereinheit Drohne an die Einsatzstelle.
Drohne macht Wärmebildaufnahmen von der Umgebung
Die Drohne kam gemeinsam mit Wärmebildkameras gezielt zum Einsatz, um das Umfeld der Anlage aus der Luft zu überwachen. So stellten die Einsatzkräfte sicher, dass keine unentdeckten Glutnester auf dem angrenzenden Feld verbleiben und durch herabfallende, heiße Trümmer kein Vegetationsbrand entsteht. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch zahlreiche freiwillige Einheiten aus Wiescherhöfen, Weetfeld, Pelkum, Lerche, Westtünnen und Norden im Einsatz.