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Brustkrebsmonat: Sabrina Brösch aus Hamm über Diagnose
© Radio Lippewelle Hamm
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Brustkrebsmonat: Sabrina Brösch aus Hamm über Diagnose

Von einem Pickel zur Diagnose Brustkrebs - Sabrina Brösch aus Hamm kämpft gegen Brustkrebs und will jetzt andere Frauen aufklären und ihnen Mut machen. Die Lippewelle hat mit der Betroffenen gesprochen.

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Bruskrebsmonat: Betroffene aus Hamm macht Mut

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Wie wahrscheinlich die meisten Brustkrebs-Patientinnen war auch bei Sabrina Brösch aus Hamm der erste Gedanke: "Werde ich jetzt sterben?".

Die heute 59-Jährige hat vor zwei Jahren einen kleinen Pickel an ihrer Brust entdeckt. Andere Symptome oder Schmerzen hatte sie nicht. Relativ schnell kam dann die Schock-Diagnose: Brustkrebs. Nach mehreren Bestrahlungen und Chemotherapien und zwei Operationen, bei denen Brustgewebe entnommen wurde, gilt sie jetzt als geheilt.

"Ich habe im Zuge der Krankheit eine Menge für mich gelernt, und kann heute im Nachinhein voller Stolz sagen, dass ich mich jetzt total liebe und mich auch gesund und glücklich fühle."

Derzeit befinde Sabrina sich in der Nachsorge. Es ist noch eine Operation geplant, bei der ihre Brust so hergestellt werden soll wie vorher. Ansonsten fühle sie sich "pudelwohl" , versichert sie uns im Lippewelle-Interview. Dabei hat sie viel durchgemacht.

"Natürlich sind mir auch die Haare ausgefallen. Das war für mich keine Nebensache. Auch, wenn viele immer gesagt haben, es sind doch nur Haare! Außerdem habe ich es gehasst, wenn ich von der Chemo von meinem Mann nach Hause gefahren wurde und im Auto eingeschlafen bin, wie eine Oma."

Nicht nur Sabrinas Haare sind wieder gewachsen. Auch ihre Stärke und ihr Mut. Und das möchte sie anderen Betroffenen weitergeben.

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Brustkrebsmonat: Sabrina Brösch aus Hamm über Diagnose
© St. Barbaraklinik
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Brustzentrum Hamm: häufigste Krebserkrankung bei Frauen

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In Deutschland erkranken Frauen besonders häufig an Brustkrebs. Etwa 70.000 Menschen kommen jedes Jahr neu dazu, davon sind nur ein Prozent männlich. Trotzdem sei die Hemmschwelle immer noch sehr groß, bestätigt Dr. med. Christian Eichler, Chefarzt des Brustzentrums Münster-Greven-Hamm. Viele Betroffene würden sich nicht trauen, über ihre Erkrankung zu sprechen und sich damit auseinanderzusetzen, erst Recht nicht zum Arzt zu gehen. Dabei sei die Chance auf Heilung immer größer.

"Fast jeder hat Leute in der Familie, die Brustkrebs haben. Vieles unseres Behandlungserfolges hat damit zu tun, dass wir unseren Patienten erstmal die Angst nehmen wollen. Vor allem wenn die Erkrankung früh diagnostiziert wird, kriegen wir unsere Patienten in der Regel alle wieder gesund. Je kleiner die Erkrankung, desto besser die Prognose." - Dr. med. Christian Eichler, Chefarzt des Brustzentrums Münster-Greven-Hamm

Deswegen brauche es diesen Brustkrebsmonat, der darauf hinweist, dass sich die Menschen aktiv mit Brustkrebs auseinandersetzen.

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Schnellere Diagnose und bessere Behandlung

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Das Brustzentrum in Hamm setzt sich auch für eine umfangreiche Vorsorge ein. Frauen sollten sich regelmäßig an der Brust abtasten, die Brustkrebsvorsorge bei dem Frauenarzt wahrnehmen und auch bei Bedarf eine Mammographie durchführen lassen. Die Behandlungen von Brustkrebs seien heuzutage immer sanfter, sprich mit weniger Nebenwirkungen verbunden und individuell auf den Patienten abgestimmt, erklärt Ilona Dukse, Oberärztin und Standortleiterin des Brustzentrums der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen. Es gibt verschiedene Ansätze: Operation, medikamentöse Behandlungungen, z.B. mit Antihormonen, Chemothrapie.

"Ich finde, je man über die Diagnose weiß, desto stärker fühlt man sich. Man hat vielleicht auch nicht mehr das Gefühl, dass man die ganze Kontrolle über das Leben verloren hat. Die Patientinnen wissen, dass sie diese Erkrankung haben, sie wissen aber auch, was damit zu tun ist." - Ilona Dukse, Oberärztin und Standortleiterin des Brustzentrums der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen

Die Therapien können sich von wenigen Wochen bis mehrere Jahre ziehen.

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Hamm leuchtet Pink gegen Brustkrebs

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Menschen in Hamm tragen pinke Kleidung, Gebäude in Hamm sind pink ausgeleuchtet. Dahinter steckt der sogenannte Pinktober - der Monat, der auf Brustkrebs aufmerksam machen soll. Die St. Barbaraklinik in Heessen leuchtet zum Beispiel ihren Hubschrauberlandeplatz pink aus. Auch unser Lippewelle-Studio wird den ganzen Oktober pink angestrahlt.

Autorin: Irina Neufeld

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