
BSW Hamm kritisiert Merz nach Berlin-Stromausfall
Das BSW Hamm übt scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz wegen dessen ausbleibender Reaktion auf den anhaltenden Stromausfall in Berlin.
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.01.2026 15:02
BSW-Kritik aus Hamm: Politische Führung gefordert
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Hamm übt harsche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz wegen dessen ausbleibender öffentlicher Reaktion auf die anhaltende Stromkrise in Berlin. Seit dem großflächigen Blackout, der bereits mehrere Tage andauert und Zehntausende Haushalte betrifft, hat sich der Kanzler nicht öffentlich zu der Notlage geäußert. Christopher Bürger, Vorsitzender des BSW-Kreisverbandes Hamm und Ratsherr, wirft Merz vor, in einer akuten innerdeutschen Krise nicht die erforderliche politische Präsenz zu zeigen. Die Situation in Berlin mit eingeschränkter Versorgung und Notunterkünften erfordere aus Sicht des BSW eine klare Einordnung durch den Bundeskanzler.
Hamm: Unverständnis über fehlendes Kanzler-Statement
In seiner Pressemitteilung betont Bürger, dass viele Bürgerinnen und Bürger eine sichtbare Anteilnahme der politischen Verantwortungsträger auf Bundesebene erwarten würden. Besonders in Krisenzeiten werde politische Führung nicht nur an internationalen Positionierungen gemessen, sondern auch am Umgang mit akuten Notlagen im eigenen Land. Der Hammer Lokalpolitiker sieht eine Diskrepanz zwischen der Reaktion auf humanitäre Krisen außerhalb Deutschlands und der aktuellen Situation in Berlin. Diese Wahrnehmung verstärke bei Betroffenen das Gefühl, mit ihren Sorgen nicht ausreichend gehört zu werden. Das BSW Hamm fordert daher eine zeitnahe öffentliche Reaktion und sichtbare Anteilnahme des Kanzlers.
Berliner Blackout: Tausende weiter ohne Strom
Der Stromausfall in Berlin dauerte mehreren Tage. Seit Mittwoch elf Uhr gibt es wieder Strom. Betroffen waren die Bezirke Lichterfelde, Zehlendorf und umliegende Gebiete, wo Menschen in Notunterkünften untergebracht wurden. Die Berliner Behörden haben eine Großschadenslage ausgerufen und die Bundeswehr zur Unterstützung angefordert. Besonders belastend ist die Situation für Kranke und besonders Schutzbedürftige, die auf eine kontinuierliche Stromversorgung angewiesen sind. Die Stadt Berlin hat Wärmeorte eingerichtet und Versorgungsangebote organisiert, um die Grundversorgung der betroffenen Menschen sicherzustellen.
"Politische Führung lebt von Nähe, Einordnung und Verantwortung. Eine zeitnahe öffentliche Reaktion und sichtbare Anteilnahme könnten dazu beitragen, Vertrauen zu stärken und den Betroffenen zu zeigen, dass ihre Situation ernst genommen wird." - Christopher Bürger, BSW-Vorsitzender Hamm
Autorin: Jacqueline Schlüsener