Corona-Ausbruch bei Tönnies hält Hamm weiter in Atem

Laschet: "Erneuter Lockdown nicht ausgeschlossen"


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Wegen des Corona-Ausbruchs beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat NRW-Ministerpräsident Laschet einen erneuten Lockdown in der gesamten Region nicht mehr ausgeschlossen. Laschet sieht ein großes Problem in der Streuung der Wohnorte. Tönnies-Beschäftigte leben in ganz Ostwestfalen und auch in Hamm. Inzwischen sind über 1000 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. Bei den Testungen hilft im Kreis Gütersloh die Bundeswehr.

Weil die Ehefrauen der Tönnies-Mitarbeiter in Hammer Pflegeheimen arbeiten könnten, droht hier schlimmstenfalls ein neuer Ausbruch in einem Heim. Die Stadt muss die Corona-Zahlen deshalb wieder intensiv im Auge behalten. Würden sich innerhalb einer Woche mehr als 90 Hammer infizieren, dann müsste es wieder Einschränkungen geben.

Wegen des Ausbruchs bei Tönnies muss die Stadt an diesem Wochenende erneut alle Mitarbeiter von Westfleisch in Uentrop auf das Coronavirus testen. Bei einem angeordneten Massentest bei Westfleisch vor ein paar Wochen waren alle Mitarbeiter negativ getestet worden. Wirtschaftsminister Altmaier hat unterdessen angekündigt, dass er die Missstände in der Fleischindustrie bekämpfen will. Dabei geht es ihm um Werkverträge mit osteuropäischen Arbeitern, die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen und die Unterbringung der Mitarbeiter.

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