Corona - die Regelungen in Hamm

+++ Ab sofort gilt die 3G-Regel im Innenraum +++ Keine Quarantäne für komplette Schulklassen mehr +++ Bürgertests werden kostenpflichtig ab Oktober

© Kobby Mendez

Hier geht es zur aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

Keine Inzidenz-Stufen mehr seit dem 20.08.21

Es gibt nur noch einen Inzidenzwert, der das Greifen von strengeren Maßnahmen auslöst, den Inzidenzwert 35. Andere Inzidenzwerte aus vorherigen Fassungen der Coronaschutzverordnung und damit auch die vier bisherigen Inzidenzstufen entfallen. Da der Wert von 35 landesweit aktuell erreicht ist, greifen die Regelungen einheitlich in ganz Nordrhein-Westfalen.

Mit Blick auf steigende Infektionszahlen sieht die Coronaschutzverordnung ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 für alle Personen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests oder eines negativen PCR-Tests vor, der nicht älter als 48 Stunden ist. Diese Regel gilt für folgende Bereiche:

  • Veranstaltungen in Innenräumen (zusätzlich Hygienekonzept)
  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • Körpernahe Dienstleistungen
  • Beherbergung
  • Großveranstaltungen im Freien (ab 1.000 Personen)

Außerdem gilt die Regel gemäß dem Beschluss der Bund-Länder-Beratungen auch für Bereiche mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen, also in Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie bei Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz. Hier muss allerdings ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, ein Antigen-Schnelltest ist nicht ausreichend. Gleiches gilt bei sexuellen Dienstleistungen.

Für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe und Unterkünften für Geflüchtete sowie stationären Einrichtungen der Sozialhilfe gilt die 3G-Regel generell, also nicht erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35.

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Sie brauchen dort, wo die 3G-Regel gilt, lediglich ihren Schülerausweis vorzulegen. Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne Vornahme eines Coronatests getesteten Personen gleichgestellt.

Es besteht weiterhin unabhängig von Inzidenz-Werten und für alle Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im öffentlichen Personennahverkehr, im Handel, in Innenräumen mit Publikumsverkehr, in Warteschlangen und an Verkaufsständen sowie bei Großveranstaltungen im Freien (außer am Sitzplatz).

Die AHA gelten ansonsten generell weiterhin als Empfehlung, bestimmte Lüftungs- und Hygieneregeln sind in Einrichtungen mit Besucher- oder Kundenverkehr verpflichtend umzusetzen.

Keine Quarantäne mehr für "Kleeblätter" an Schulen in Hamm

Ab sofort werden bei Infektionsfällen die infizierten Schüler nach einem positivem PCR-Test in Quarantäne versetzt. Die Quarantäne von weiteren Kontaktpersonen erfolgt nur noch in besonderen Ausnahmefällen, so die Stadt. Sollte doch eine Quarantäne von Kontaktpersonen notwendig sein, können sich die Schüler frühestens am fünften Tag freitesten. Diese Regelung gilt auch für Schüler, die sich bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne befinden. Dazu bietet die Stadt ab Montag zwischen 10 und 16 Uhr eine Möglichkeit am Ahsepark, einen Antigen-Schnelltest zu machen. Ist das Ergebnis negativ, ist die Quarantäne sofort beendet. Die Schule wird per e-mail informiert. Die Tests können auch in anerkannte Testzentren oder beim Hausarzt gemacht werden, so die Stadt. Gibt das Gesundheitsamt danach grünes Licht, können die Schüler wieder zum Unterricht.

Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom 10.08.21

  • Der Bund wird ab dem 11. Oktober nicht mehr die Kosten für Corona-Schnelltests für alle übernehmen. Wer sich nicht impfen lässt und zum Beispiel für einen Restaurantbesuch einen negativen Test braucht, muss diesen dann selbst bezahlen. Ausnahmen gelten für Menschen, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Das sind insbesondere Schwangere und Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
  • Sportgroßveranstaltungen dürfen weiterhin nur vor maximal 25 000 Zuschauern stattfinden. Die Stadien dürfen zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden, 25 000 ist dabei trotzdem für alle der Maximalwert. Außerdem müssen die Zuschauer einen 3G-Nachweis erbringen.

Hier gilt KEINE Maskenpflicht mehr:

  • Fußgängerzone: In den angrenzenden Straßen der Fußgängerzone und rund um Schulen ist die Pflicht aufgehoben. Der Mund-Nasen-Schutz muss laut NRW-Verordnung weiter auf dem Wochenmarkt und vor Geschäften getragen werden - und zwar im Umkreis von zehn Metern. Das gilt seit dem 5. Juni.
  • Spielplätze: Auf Spielplätzen muss seit dem 10. Juni keine Maske mehr getragen werden, weder von Kindern noch Erwachsenen.
  • Schulhöfe: Landes-Schulministerin Gebauer sagte, bei den aktuell niedrigen Infektionszahlen und der geringen Ansteckungsgefahr an der frischen Luft sei dieser Schritt verantwortungsvoll und angemessen. Einzelheiten nannte sie noch nicht, zum Beispiel ob das auch für Lehrkräfte gilt. Die Maskenpflicht drinnen soll aber erstmal weiter gelten, sagte Armin Laschet im Landtag.
  • Draußen: In Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz - wie in Hamm - muss im Freien nur noch bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske getragen werden, zum Beispiel in Warteschlangen, an Verkaufsständen, und Kassenbereichen. In der Verordnung wird betont, dass sich an der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen nichts ändert.

Keine Kontaktnachverfolgung mehr notwendig

Wir haben uns alle in den letzten Monaten dran gewöhnt: an den QR-Code in der Kneipe oder die Datenerfassung beim Frisör. Das entfällt jetzt komplett und wird durch 3G ersetzt: Also den Nachweis genesen, geimpft oder getestet. Vom zuständigen Ministerium in Düsseldorf heißt es auf unsere Anfrage, der Aufwand und die Datenschutzfragen hätten nicht mehr im Verhältnis zum Bedarf der Gesundheitsämter gestanden. Ein Stadtsprecher bestätigte uns das. Bei einer Infektionen würden die Kontaktpersonen direkt über Befragungen herausgefunden. Die Kontaktlisten seien allerdings sinnvoll bei großen Veranstaltungen mit vielen engen Begegnungen wohlmöglich Unbekannter, wie in Clubs oder auf Schützenfesten.

Besucherregelung für Krankenhäuser und Altenheime

Patienten können wieder täglich Besucher empfangen, und zwar jeden Tag einen anderen. Zwischen 14 und 20 Uhr gibt es keine Zeitlimit für den Besuch. Alle Besucher registrieren sich weiter am Empfang. Außerdem müssen sie entweder auf Corona getestet (hier darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein), genesen oder vollständig geimpft sein.

Post-COVID-Sprechstunde

Zwei Lungenfachärzte und die Barbara-Klinik bieten eine Versorgung von Post-Covid-Patienten an. Zu deren Beschwerden zählen Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Husten, Geruchs-/Geschmacksstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen und eine allgemein verminderte Leistungsfähigkeit: „man ist nicht mehr so fit“. Wenn die Beschwerden mehr als vier Monate nach der Infektion andauern, kann ihnen möglicherweise das Lungenzentrum an der Bahnhofstraße in Hamm weiterhelfen. Für weitere Untersuchungen werden die Patienten zum Pneumologen Dr. Unnewehr an die Barbaraklinik überwiesen.

Hier könnt Ihr Euch für die Post-COVID-Sprechstunde anmelden:

Lungenarztpraxis Hamm, Bahnhofstr. 4, 59065 Hamm
Tel: 02381 25015, Fax: 02381 26297
Mail: info@lungenarzt-hamm.de

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