"Das kann auch in Hamm passieren"

Ein Balanceakt zwischen Deeskalation und klarer Ansage.

Kriminalität Polizei

Bis zu 500 junge Menschen rotten sich zusammen, attackieren Polizisten, zerstören Autos und plündern Geschäfte. 24 werden festgenommen. "Das was in Stuttgart passiert ist, kann auch in Hamm passieren". Das sagt Dirk Schade, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Hamm.

Er befürchtet, dass die Krawalle in anderen Städten Kreise ziehen.

In der Sprache der Polizei sind das "Tumultdelikte", sagt der GdP-Mann. Anlass ist hier die Kontrolle eines 17-Jährigen wegen Drogen. Solche Situationen sind auch in Hamm an der Tagesordnung, häufiger steht die Stimmung auf der Kippe. Für die Polizei sei es ein Balanceakt zwischen Deeskalation und klarer Ansage, macht Schade deutlich.

Und: da finden mehrere Lager zusammen. Linke und Rechte und "ganz normale Bürger", meint Schade. Vielleicht spiele auch der Frust wegen der wochenlangen Corona-Beschränkungen eine Rolle. Und die Antirassimus-Debatte um die Polizei biete manchen auch einen Vorwand, ihren Agressionen freien Lauf zu lassen.

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