Anzeige
Dooring-Unfälle: Schutz für Radfahrer in Hamm soll verbessert werden
© Radio Lippewelle Hamm
Teilen: mail

Dooring-Unfälle: Schutz für Radfahrer in Hamm soll verbessert werden

Dooring-Unfälle gefährden Zweiradfahrer. Die Bundesregierung plant Assistenzsysteme, bis dahin bleibt Rücksichtnahme entscheidend.

Veröffentlicht: Freitag, 05.12.2025 06:27

Anzeige

Bundesregierung plant Maßnahmen gegen Dooring-Unfälle

Anzeige

Dooring-Unfälle, bei denen Radfahrer oder Scooterfahrer gegen plötzlich geöffnete Autotüren prallen, gehören zu den häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr. Allein in Hamm hat die Polizei in diesem Jahr schon 12 solcher Unfälle registriert, hieß es auf unsere Anfrage. Laut ADFC steht in Berlin das «verkehrswidrige Verhalten beim Ein- und Aussteigen» mit 435 Unfällen an dritter Stelle unter den Hauptunfallursachen bei Radfahrenden. Die Bundesregierung will nun handeln und plant die Einführung von Assistenzsystemen wie Türöffnungs-Warnungen, um Radfahrer besser zu schützen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club fordert zusätzlich ein automatisches Stoppsystem für Fahrzeuge.

Anzeige

Technische Lösungen brauchen Zeit

Anzeige

Die Umsetzung solcher Systeme könnte jedoch Jahre dauern, da Deutschland sich international mit der UN-Wirtschaftskommission abstimmt. Sobald die Regelung in Kraft tritt, wird sie zunächst für neu entwickelte Fahrzeugtypen gelten und etwa zwei Jahre später für alle neu zugelassenen Fahrzeuge. Das sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums. Bis dahin bleibt Rücksicht entscheidend, und das buchstäblich: die Polizei in Hamm empfiehlt den sogenannten holländischen Griff, bei dem die Tür mit der gegenüberliegenden Hand geöffnet wird, um den Blick nach hinten zu lenken.

Autor: Rainer Wilkes

Anzeige
Anzeige
Anzeige