
E-Scooter-Unfall in Hamm und neue Haftungsregeln
In Hamm ist ein 16-jähriger E-Scooter-Fahrer bei einem Alleinunfall schwer verletzt worden. Heute berät der Bundestag über neue Haftungsregeln, während die Grüne-Volt-Fraktion in Hamm feste Abstellflächen fordert.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 15:50
E-Scooter-Unfall auf der Hafenstraße in Hamm
Der 16-Jährige war am Mittwoch, 10. Juni, gegen 13 Uhr mit seinem E-Scooter auf der Hafenstraße in westlicher Richtung unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte er und zog sich schwere Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte ihn zur stationären Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus. In Hamm gab es in diesem Jahr bereits rund 30 Unfälle, bei denen E-Scooterfahrer zu Schaden gekommen sind, entweder selbst oder fremdverschuldet, so die Polizei.
Bundestag berät über neue Haftungsregeln
Der Bundestag berät heute in erster Lesung einen Gesetzentwurf, mit dem Vermieter und Fahrer stärker in die Pflicht genommen werden sollen. Nach den vorliegenden Angaben können Unfallopfer und Geschädigte aktuell oft keinen Anspruch auf Schadenersatz geltend machen. Dafür müssten sie bislang ein Verschulden des Fahrers nachweisen.
Grüne-Volt-Fraktion in Hamm fordert Abstellflächen
Die Grüne-Volt-Fraktion in Hamm begrüßt die geplanten Änderungen an den Haftungsregeln. In ihrer Pressemitteilung verweist sie außerdem auf Probleme mit unsachgemäß abgestellten E-Scootern in der Innenstadt und in den Bezirken. Nach Angaben der Fraktionsvorsitzenden Dr. Lisa Nowak und Matthis Arndt stehen oder liegen Roller häufig auf Gehwegen, an Haltestellen, vor Eingängen oder an viel genutzten Querungen.
Forderung nach klaren Regeln in Hamm
Die Fraktion fordert feste Abstellflächen für E-Scooter an stark genutzten Orten. Diese Forderung sei bereits im Kommunalwahlkampf erhoben und inzwischen im Koalitionsvertrag verankert worden. Aus Sicht der Fraktion sollte Hamm bald klare Regeln für sichere und geordnete E-Scooter-Abstellplätze schaffen.