
Frau in Coesfeld erstochen - Verdächtiger lebte in Hamm
Nach einem tödlichen Messerangriff auf eine 36-jährige türkische Frau in Coesfeld sitzt ein 43-Jähriger in U-Haft. Er ist ihr getrennt lebender Ehemann und sein letzter fester Wohnsitz war in Hamm.
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++ Update vom 25. September 2026, 15 Uhr ++
Nach dem tödlichen Messerangriff in Coesfeld sitzt der 43-jährige Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Sein letzter fester Wohnsitz war in Hamm, seine Frau lebte aber getrennt von ihm in der Coesfelder Flüchtlingsunterkunft. Eine Richterin hat den Haftbefehl heute (25. September) erlassen.
Dem Mann wird Mord an seiner 36-jährigen Ehefrau vorgeworfen. Er soll die Trennung nicht verkraftet haben und deshalb am Mittwoch mehrfach mit einem Messer auf sie eingestochen haben: Dabei wurden laut Obduktion lebenswichtige Organe getroffen und die Frau starb noch am Tatort. Vor Gericht hat sich der Mann bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Die BILD-Zeitung meldet, dass die Frau aus Angst vor ihrem Ehemann mit ihren drei Kindern aus der Türkei nach Deutschland geflohen war. Schon vor ihrem Tod lief ein Prozess gegen den 43-Jährigen: wegen versuchter Nötigung, Hausfriedensbruchs und Körperverletzung. Er ist auch schon vorbestraft: wegen gefährlicher Körperverletzung.
++ Update vom 24. September 2026, 17 Uhr ++
Laut Staatsanwaltschaft läuft gegen den verdächtigen 43-Jährigen schon ein Verfahren wegen versuchter Nötigung, Hausfriedensbruchs und Körperverletzung. Bei einem ersten Prozesstermin vor dem Amtsgericht hatte die nunmehr getötete Frau ausgesagt, von ihrem Mann auch vergewaltigt worden zu sein. Der Prozess war daraufhin abgebrochen worden und sollte in den kommenden Monaten vor einem Schöffengericht neu gestartet werden. Außerdem ist der Verdächtige bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft.
Morgen (25. September) wollen sich die Ermittler zu den Ergebnissen der Obduktion äußern und zu der Frage, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt.
Frau in Coesfeld an Stichverletzungen gestorben
Zeugen fanden die 36-Jährige am Mittwochmittag, 23. September, mit Stichverletzungen in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung an der Grimpingstraße in Coesfeld. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen starb sie noch am Tatort.
Tatverdächtiger mit letztem festen Wohnsitz in Hamm
Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft soll der 43-jährige Tatverdächtige der getrennt lebende Ehemann der Frau sein. Nach einem Zeugenhinweis nahm ihn die Polizei gegen Mitternacht in Münster fest. Zu den Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäußert.
Mordkommission der Polizei Münster ermittelt
Die Polizei Münster hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittlungen zum Tatmotiv stehen noch am Anfang. Im Laufe des Donnerstags (24. September) soll der Körper der Frau obduziert und der Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt werden.
Einige Messervorfälle mit Verbindung nach Hamm
In den letzten Tagen gab es einige Vorfälle mit Stichverletzungen in Hamm oder mit Hammer Verdächtigen. Hier gibt es mehr Infos zu einem versuchten Tötungsdelikt an der Dortmunder Straße. Und hier findet ihr weitere Details zu dem tödlichen Vorfall in Marsberg mit zwei Verdächtigen aus Hamm.
Autorin: Sharin Brinkmann