
Frühere Hammer Oberbürgermeisterin Sabine Zech ist tot
Die frühere Hammer Oberbürgermeisterin Sabine Zech ist tot. Die erste Frau an der Spitze der Stadt Hamm starb am Samstag überraschend im Alter von 85 Jahren.
Veröffentlicht: Montag, 20.07.2026 13:30
Frühere Oberbürgermeisterin aus Hamm gestorben
Die frühere Hammer Oberbürgermeisterin Sabine Zech ist tot. Wie jetzt bekannt wurde, starb sie am Samstag überraschend im Alter von 85 Jahren. Zech war eine prägende Persönlichkeit der Hammer Kommunalpolitik. Als erste Frau an der Spitze der Stadt schrieb sie in Hamm Stadtgeschichte.
Sabine Zech prägte die Politik in Hamm
Die Sozialdemokratin war von 1984 bis 1994 Oberbürgermeisterin von Hamm. In dieser Zeit galt sie als engagiert und unkonventionell. Sabine Zech folgte auf Werner Figgen von der SPD. Besonders in Erinnerung blieb die Brandkatastrophe von Bradford, die sie 1985 überlebte. Ebenfalls in diesem Jahr setzte sie sich für den Erhalt des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ein, das einer Gesamtschule weichen sollte. Dabei stimmte sie gegen die eigene Fraktion und gewann damit den Respekt vieler Bürgerinnen und Bürger in Hamm.
Sabine Zech: Engagement über das Rathaus hinaus
Auch spätere Konflikte in der eigenen Partei überstand Zech politisch. 1991 wurden bei einer Dienstfahrt nach Kalisz ihr Dienstwagen und die Amtskette gestohlen. Beruflich war Sabine Zech Professorin an der Finanzhochschule des Landes in Nordkirchen. 2009 ging sie in den Ruhestand, in dem sie sich weiter gesellschaftlich und kulturell engagierte. Sabine Zech hinterlässt ihren Ehemann und zwei erwachsene Kinder. Mit ihr verliert Hamm eine frühere Oberbürgermeisterin, die auch nach ihrer Dienstzeit die Stadt über Jahre mitgeprägt hat. Viele Menschen in der Stadt verbinden mit ihrem Namen eine entschlossene politische Haltung.