Gericht in Hamm befasst sich mit Germanwings-Absturz

Den Absturz einer Germanwings-Maschine vor mehr als sechs Jahren hat keiner der 150 Insassen überlebt. Sechs Jahre später kämpfen Hinterbliebene vor dem Oberlandesgericht in Hamm weiter um zusätzliches Schmerzensgeld.

© Radio Lippewelle Hamm

Der Streit über zusätzlichen Schadenersatz für Hinterbliebene des Germanwings-Flugzeugabsturzes vor mehr als sechs Jahren wird vor der nächsten gerichtlichen Instanz fortgesetzt - dem Oberlandesgericht bei uns in Hamm. Das OLG befasst sich in einem Berufungsverfahren mit einer Forderung der Kläger, die bei dem Flugzeugabsturz ihre nächsten Angehörigen verloren hatten. Sie verlangen von der Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa 30.000 Euro Schmerzensgeld: das Dreifache der bisher gezahlten Entschädigung.

Versäumnisse bei psychischer Beurteilung des Co-Piloten?

Im März 2015 hatte der Co-Pilot eine Germanwings-Maschine in den französischen Alpen absichtlich gegen einen Berg gesteuert. Dabei kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Die Kläger werfen der Fluggesellschaft Versäumnisse bei der flugmedizinischen Untersuchung des Co-Piloten vor, der in der Vergangenheit an Depressionen gelitten habe.

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