
Gersteinwerk: Sprengung wegen Wind vorverlegt
Witterungsbedingt wird die Sprengung der Entstickungsanlage im Gersteinwerk Werne an der Stadtgrenze zu Hamm auf Freitag (27. Februar) vorgezogen. Starke Winde mit Geschwindigkeiten bis 50 km/h machen eine frühzeitige Sprengung aus Sicherheitsgründen notwendig.
Veröffentlicht: Mittwoch, 25.02.2026 15:56
Wetterlage zwingt zu vorzeitiger Sprengung in Werne
Die Sprengung der Entstickungsanlage (DeNOx) auf dem Gelände des Gersteinwerks in Werne wird aufgrund der Wetterlage um einen Tag vorverlegt. Statt wie ursprünglich geplant am Wochenende findet die kontrollierte Sprengung bereits am Freitag (27. Februar) statt. Grund für diese Terminänderung sind die für Freitag prognostizierten Windgeschwindigkeiten von 35 bis 50 km/h, die über Windstärke 5 nach der Beaufort-Skala liegen. Der verantwortliche Sprengberechtigte hat aus Gründen der Gefahrenabwehr entschieden, die Sprengung vorzuziehen, da die DeNOx-Anlage zur Sprengungsvorbereitung bereits geschwächt ist.
Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen in Werne und Hamm bleiben bestehen
Die bereits angekündigten Sicherheitsmaßnahmen bleiben inhaltlich unverändert. Am Freitag wird bereits um 07:30 Uhr ein Sperrradius von 350 Metern um das DeNOx-Gebäude eingerichtet. In diesem Bereich darf sich zwischen 07:30 Uhr und voraussichtlich 10:30 Uhr niemand aufhalten. Die eigentliche Sprengung ist für 10:00 Uhr geplant. Polizei, THW, Sicherheitsdienste sowie das Ordnungsamt der Stadt Werne überwachen die Sperrmaßnahmen und sorgen für die Einhaltung der Sicherheitszone.
Verkehrsbehinderungen rund um das Gersteinwerk
Der Straßenverkehr im Umfeld des Kraftwerksgeländes wird in Abstimmung mit den Behörden vorübergehend stark eingeschränkt. Die Hammer Straße sowie der Radweg entlang der Lippe-Auen werden zwischen 07:30 Uhr und voraussichtlich 10:30 Uhr vollständig gesperrt. Zusätzlich gilt entlang der Straße "Am Tibaum", der Johannes-Rau-Straße und der Hammer Straße in diesem Zeitraum ein Park- und Halteverbot. Verkehrsteilnehmer sollten das Gebiet weiträumig umfahren und alternative Routen nutzen. Die Sperrungen werden erst nach erfolgreicher Durchführung der Sprengung und entsprechender Sicherheitskontrolle wieder aufgehoben. Schon im Oktober war der Schornstein des ehemaligen Kohlekraftwerks in Werne gesprengt worden. Die Anlage im Gersteinwerk in Werne wurde 1990 von der VEW AG zur Reduzierung von Stickoxiden (NOx) in Betrieb genommen. Die Entstickungsanlage sollte Stickoxide aus dem Rauchgas filtern.