
Gewerbesteuer in Hamm 2025 um 11 Prozent gesunken
Die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Hamm sind 2025 nach vorläufigen Zahlen auf rund 110 Millionen Euro gesunken - elf Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 614 Euro je Einwohnerin und Einwohner liegt Hamm weiterhin deutlich unter dem NRW-Schnitt von 943 Euro.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 09:10
NRW-weit stagniert die Gewerbesteuer - Hamm verzeichnet Rückgang
Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 insgesamt rund 17 Milliarden Euro an Gewerbesteuer eingenommen - nur 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In Hamm verlief die Entwicklung schlechter als im Landesschnitt: Nach vorläufigen Kassenergebnissen lagen die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt bei rund 110 Millionen Euro. Im Jahr 2024 hatte das Rechnungsergebnis noch bei rund 124,5 Millionen Euro gelegen - ein Rückgang von rund elf Prozent. IT.NRW weist darauf hin, dass die 2025er Zahlen vorläufig sind und sich durch die endgültigen Rechnungsergebnisse noch verändern können.
Hamm bleibt deutlich unter dem NRW-Durchschnitt
Bezogen auf die Einwohnerzahl erzielte Hamm im Jahr 2025 Gewerbesteuereinnahmen von 614 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Der NRW-Durchschnitt liegt laut IT.NRW bei 943 Euro pro Kopf. Damit gehört Hamm zu den kreisfreien Städten mit vergleichsweise niedrigen Pro-Kopf-Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Zum Vergleich: Düsseldorf erzielte mit 2.349 Euro je Einwohnerin und Einwohner den höchsten Wert aller kreisfreien Städte in NRW. Köln folgte mit 1.524 Euro, Münster mit 1.259 Euro.
Gewerbesteuer als wichtige Einnahmequelle für Hamm
Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste eigenständige Steuereinnahme der Kommunen. Für Hamm bedeutet der Rückgang 2025 eine zusätzliche Belastung für den ohnehin angespannten Stadthaushalt. Die Gewerbesteuer unterliegt starken Schwankungen, da sie von der Ertragslage der Unternehmen abhängt - gute Unternehmensjahre führen zu höheren Einnahmen, schlechte Jahre zu Einbrüchen.