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Hamm: ADFC kritisiert neue Countdown-Ampel am Südring
© Linnemann/Radio Lippewelle Hamm
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Hamm: ADFC kritisiert neue Countdown-Ampel am Südring

Die neue Countdown-Ampel an der Kreuzung Südring/Goethestraße in Hamm sorgt für heftige Kritik vom ADFC. Radfahrer müssen tagsüber 82 Sekunden warten, während die Grünphase nur 18 Sekunden dauert.

Veröffentlicht: Dienstag, 25.11.2025 16:44

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ADFC Hamm kritisiert lange Wartezeiten am Südring

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Die neue Countdown-Ampel an der Kreuzung Südring/Goethestraße in Hamm sollte eigentlich eine Verbesserung für Radfahrer und Fußgänger darstellen. Doch statt Erleichterung sorgt die technische Neuerung für heftige Kritik vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hamm. Zwar begrüßt der Verband grundsätzlich die Idee, Wartende über die verbleibende Zeit bis zur nächsten Grünphase zu informieren. Die praktische Umsetzung jedoch stößt auf erheblichen Widerstand, da sie den Radverkehr in Hamm eher behindert als fördert. Die Ampelschaltung betrifft besonders Radfahrer auf der beliebten Fahrradpromenade, die als wichtige Radhauptroute durch die Stadt führt.

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82 Sekunden Wartezeit für nur 18 Sekunden Grün

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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Tagsüber müssen Radfahrer an der problematischen Kreuzung volle 82 Sekunden auf Grün warten. Im Gegensatz dazu beträgt die Grünphase für den Radverkehr lediglich 18 Sekunden. Dieses Verhältnis von Warte- zu Durchfahrtszeit empfindet der ADFC als völlig unausgewogen und kontraproduktiv für die Förderung des umweltfreundlichen Radverkehrs. Besonders betroffen sind die täglich pendelnden Radfahrer, die die Fahrradpromenade als Teil der Radhauptrouten nutzen. Der ADFC spricht von einer deutlichen Verschlechterung im Vergleich zur früheren Ampelschaltung an dieser wichtigen Verkehrskreuzung.

„Lange Wartezeiten und kurze Grünphasen machen den Radverkehr unattraktiv. Das ist für Menschen, die täglich mit dem Rad unterwegs sind, nicht praktikabel." - Walter Hupfeld, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Hamm
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Forderung nach Nachbesserungen für fahrradfreundliches Hamm

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Walter Hupfeld, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Hamm, fordert dringend Nachbesserungen an der Ampelschaltung. Der Fahrradlobbyist betont, dass eine nutzerfreundliche Verkehrsinfrastruktur essentiell sei, um mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen. Die aktuelle Schaltung wirke eher abschreckend und stehe im Widerspruch zu den Zielen einer nachhaltigen Verkehrswende in Hamm. Der ADFC verlangt eine grundlegende Anpassung der Ampelzeiten, damit Radfahrer die Kreuzung sicher und zügig passieren können. Ziel müsse es sein, den Radverkehr aktiv zu fördern und die Fahrradinfrastruktur in der Stadt attraktiver zu gestalten.

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