
Hamm: Amprion zahlt Landwirten für Stromtrassen-Bau
Der Netzbetreiber Amprion hat sich mit Landwirtschaftsverbänden auf Entschädigungen für Erdkabel-Projekte geeinigt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.10.2025 14:36
Einigung nach einjährigen Verhandlungen
Grünstrom aus dem Norden soll künftig über dicke Erdkabel in den Süden fließen. Dafür werden Leitungen durch Äcker und Grünland verlegt – ein massiver Eingriff in den Boden. Der Netzbetreiber Amprion hat sich nun mit Landwirtschaftsverbänden auf eine Rahmenregelung geeinigt. Die Vereinbarung regelt, wie Landwirte entschädigt werden, wenn Höchstspannungstrassen durch ihre Felder führen. Auch Maßnahmen zum Bodenschutz und Entschädigungen für wirtschaftliche Nachteile während der Bauarbeiten wurden festgelegt. Die Verhandlungen dauerten ein Jahr.
Massive Eingriffe in Landwirtschaft geplant
Betroffen sind bis zu 20.000 Grundstückseigentümer und Pächter. Zunächst geht es um Projekte wie den Rhein-Main-Link, die Windader West und den Korridor B, der in Hamm endet. Diese Leitungen sollen Strom für bis zu 20 Millionen Menschen liefern. Vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband hieß es, eine solche Regelung, sei der Beweis dafür, dass auch bei derart großen Projekten gemeinsame Lösungen gefunden werden können.