
Hamm: Mehr Unfälle im Straßenverkehr
Die Zahl der Verkehrsunfälle in Hamm ist gestiegen. Im Jahr 2025 verzeichnete das Stadtgebiet 6.410 Unfälle, was einem Anstieg von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein Großteil dieser Zunahme resultiert aus leichten Sachschadensunfällen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.03.2026 06:51
Anstieg bei Verkehrsunfällen in Hamm
Im Vergleich zu 2024 ist die Zahl der Unfälle in Hamm um 432 gestiegen. Es wurden 733 Personen verletzt, 16 mehr als im Vorjahr, während fünf Menschen ihr Leben verloren. Dazu gehört auch der Motorradfahrer auf der Werler Straße, der dort im September verunglückt ist. Besonders betroffen sind Kinder mit 79 Verunglückten und Jugendliche mit 65 Verletzten. Ein erheblicher Teil der Unfälle ist auf E-Scooter zurückzuführen, die in beiden Gruppen häufige Unfallquellen sind.
„Wir konnten heute eine Bilanz sehen, die sicherlich mehr Licht als Schatten enthält, aber es sind auch Arbeitsaufträge drin.“ - Thomas Kubera, Polizeipräsident
Probleme durch E-Scooter und illegale Rennen in Hamm
Die zunehmende Nutzung von E-Scootern führte zu 117 Unfällen, besonders bei Jugendlichen. „Scooter sind ja ein gutes Stichwort, das wird immer extremer, dieses Thema,“ sagt Polizeipräsident Thomas Kubera. Auch verbotene Kraftfahrzeugrennen sind ein wachsendes Problem, mit 24 registrierten Vorfällen in Hamm. Der Kontrolldruck im Bereich Alkohol- und Drogeneinfluss bleibt hoch, trotz eines leichten Anstiegs der Drogendelinquenz im Land.
Präventionsstrategien und Maßnahmen in Hamm
Zur Förderung der Sicherheit, besonders von jungen Verkehrsteilnehmern, führt die Polizei Hamm Präventionsmaßnahmen durch, wie Fahrradtraining für Grundschüler und Aufklärungsprogramme für E-Scooter-Nutzer. Ein innovativer Ansatz ist die sogenannte Nadelstichtaktik zur Bekämpfung illegaler Rennen. Dabei setzt die Polizei zivile Kräfte gezielt in den relevanten Zeiten und an bekannten Treffpunkten ein, um durch überraschende Eingriffe, z. B. die Beschlagnahmung von Führerscheinen und Fahrzeugen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und präventiv gegen diese gefährlichen Aktivitäten vorzugehen.
Autor: Jan Klawunde