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Hamm: Gute Radtouren, Kritik am Alltagsnetz
© Hien / Radio Lippewelle Hamm
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Hamm: Gute Radtouren, Kritik am Alltagsnetz

Radfahren in Hamm hat zwei Seiten: Für Freizeittouren gibt es viele attraktive Strecken, im Alltag sehen Fachleute aber deutliche Lücken. Der ADFC Hamm und Ruhr Tourismus nennen Probleme bei Sicherheit, Zustand und Verbindungen im Stadtgebiet.

Veröffentlicht: Montag, 03.08.2026 08:36

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Radfahren in Hamm: Kritik im Alltag

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Für viele Menschen in Hamm gehört das Fahrrad zum Alltag. Nach Einschätzung des ADFC reicht die Infrastruktur dafür an vielen Stellen aber nicht aus. Viele straßenbegleitende Radwege seien zu schmal, oft in schlechtem Zustand und an Knotenpunkten nicht sicher genug. Als besonders problematisch nennt der ADFC die Verbindung in den Hammer Westen über die Wilhelmstraße mit der Bahnunterführung. Auch Ruhr Tourismus sieht beim Alltagsradnetz in Hamm noch Nachholbedarf.

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ADFC sieht Lücken im Radwegenetz in Hamm

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Nach Angaben des ADFC hat die Stadt Hamm in den vergangenen fünf Jahren zwar Verbesserungen umgesetzt und mehr Geld für den Radverkehr investiert. Viele Radfahrende hätten trotzdem nicht den Eindruck, dass sich die Situation spürbar verbessert habe. Das zeigten die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2024. Als Gründe nennt der ADFC unter anderem ein fehlendes eigenes Sanierungsprogramm, die Abhängigkeit von Fördergeldern und viele kombinierte Geh- und Radwege. Dazu komme aus Sicht des Clubs, dass eine zentrale Koordinationsstelle für den Radverkehr fehle.

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Hamm punktet bei Freizeit und Radtourismus

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Für Freizeitradler bietet Hamm nach Einschätzung von Ruhr Tourismus dagegen gute Bedingungen. Genannt werden unter anderem Wege am Datteln-Hamm-Kanal, an der Lippe sowie an Ahse und Geithe. Dazu kommen das Knotenpunktnetz in Richtung Nachbarkommunen, die RevierRoute Elefantenrunde, Entdeckertouren und der Bahntrassenradweg nach Ahlen. Auch der ADFC verweist darauf, dass Hamm für Freizeitfahrten viele autofreie Wege zwischen den Stadtbezirken und im Umland bietet. Wer im Alltag zwischen Stadtbezirken und Innenstadt unterwegs ist, sei mit dem Rad oft schneller als mit dem ÖPNV und nur wenig langsamer als mit dem Auto.

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Diese Straßen in Hamm fallen bei Unfällen auf

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Der ADFC wertet nach eigenen Angaben jedes Jahr die Unfallstatistik der Polizei Hamm aus. Auffällig seien dabei vor allem Bereiche auf der Alleestraße, der Marker Allee und der Wilhelmstraße. Die meisten Fahrradunfälle seien Kollisionen mit Autos beim Abbiegen oder Kreuzen. Aktuelle offizielle Zahlen zur regelmäßigen Fahrradnutzung in Hamm liegen laut ADFC nicht vor. Die letzte Erhebung zum Modal Split stammt aus dem Jahr 2018. Damals lag der Fahrradanteil demnach bei 19 Prozent aller Wege.

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