
Hamm: Hitzeaktionplan als Maßnahme gegen heiße Tage im Sommer
Der Sommer rückt immer näher - und obwohl sich viele Hammer auf die steigenden Temperaturen freuen, stellen sie für einige eine Herausforderung dar. Mit dem Hitzeaktionsplan reagiert die Stadt Hamm auf Folgen des Klimawandels und setzt auf konkrete Schutzmaßnahmen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2026 06:09
Klimawandel bedeutet immer mehr heiße Tage in Hamm
Die Zahl der heißen Tage in Hamm nimmt seit Jahren spürbar zu - seit Beginn der 1950er Jahre hat sich die Anzahl mehr als verdoppelt. Besonders Tage mit Temperaturen über 30 Grad sind keine Seltenheit mehr und stellen für viele Menschen eine zunehmende Belastung dar, so Volker Burgard, Dezernent für Klima, Umwelt und Migration. Allerdings betrifft die Entwicklung nicht alle gleich: Ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie sozial benachteiligte Personen sind dabei besonders gefährdet. Anhaltende Hitzeperioden können von Kreislaufproblemen und Dehydrierung bis hin zu Todesfällen führen. Die Stadt Hamm sieht hier daher dringenden Handlungsbedarf, um die Bevölkerung besser schützen zu können.
Der Hitzeaktionsplan in Hamm: Pläne und Maßnahmen gegen die Hitze
Um auf die zunehmende Herausforderung reagieren zu können, hat das Umwelt- und Gesundheitsamt mit Unterstützung der Verwaltung und den Menschen in Hamm einen umfassenden Hitzeaktionsplan entwickelt. Ziel dabei war es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen, die Betroffenen zu informieren und konkrete Schutzmaßnahmen umzusetzen. Grundlage des Plans war unter anderem eine Umfrage, bei der Menschen aus Hamm ihre Einschätzungen und ihre Wahrnehmung zum Ausdruck bringen konnten. Bereits umgesetzt wurde beispielsweise eine "Karte für kühle Orte", welche fortlaufend durch Meldungen der Hammer Bürger angepasst wird. Der Hitzeaktionsplan versteht sich dabei nicht als einmaliges Projekt, sondern wird immer weiter ergänzt.
Hamm will sich gegen Hitze besser vernetzen
Langfristig will die Stadt sich besser auf die steigenden Temperaturen einstellen und dem entgegenwirken. Geplant ist unter anderem Informationsmaterial für Betroffene und eine stärkere Vernetzung der relevanten Akteure. Auch städtebauliche Maßnahmen wie mehr Grün oder kühle Rückzugsorte spielen eine wichtige Rolle. Entscheidend ist dabei, dass Verwaltung, Organisationen und Bürger durchgehend im Austausch bleiben, so Tobias Garske, Klimaschutzmanager der Stadt Hamm. Der Hitzeaktionsplan soll deshalb regelmäßig überprüft und angepasst werden.
Autorin: Klea Göl