
Hamm: Klimacamp und Demo Ende Mai geplant
Ende Mai wird Hamm zum Treffpunkt der regionalen Klimabewegung. Geplant sind ein Klimacamp im LippePark, eine Demonstration am Gersteinwerk und weitere Protestaktionen gegen fossile Infrastruktur.
Veröffentlicht: Montag, 27.04.2026 09:40
Hamm: Klimacamp und Demo Ende Mai geplant
Am letzten Mai-Wochenende sind in Hamm mehrere Aktionen der Klimabewegung geplant. Nach Angaben regionaler Klimagruppen entsteht vom 27. bis 30. Mai ein Klimacamp im LippePark. Am 30. Mai soll außerdem eine Demonstration am Gersteinwerk stattfinden. Sie steht unter dem Motto „Zukunft statt Gas“ und wird nach Angaben der Veranstalter von Organisationen wie Greenpeace, Campact und Fridays For Future unterstützt. Zusätzlich kündigt das Bündnis „Ende Gelände“ für Ende Mai Aktionen zivilen Ungehorsams gegen den Ausbau von Gaskraftwerken im Ruhrgebiet an.
Hamm soll Knotenpunkt regionaler Gruppen werden
Für die regionale Klimabewegung hat die Bündelung der Veranstaltungen in Hamm nach eigener Darstellung eine besondere Bedeutung. Die Organisatoren wollen Umwelt-, Anti-Atomkraft- und Klimagruppen aus dem gesamten Umkreis zusammenbringen. Genannt werden dabei Regionen von Ahaus bis Soest. Ziel ist es, die Vernetzung lokaler Initiativen zu stärken und den gemeinsamen Protest gegen die Energiepolitik der Bundesregierung sowie gegen fossile Infrastrukturprojekte zu bündeln. Der Fokus der Aktionen liegt auf dem Ausstieg aus fossilen Energien.
Gersteinwerk bei Hamm steht im Mittelpunkt
Ein zentraler Ort der Proteste ist das Gersteinwerk bei Hamm. Es steht für die Veranstalter symbolisch für bestehende und geplante fossile Infrastruktur in der Region. Die Hauptdemonstration ist dort für den 30. Mai vorgesehen. Nach Angaben der Klimagruppen werden die aktuellen Energiethemen dabei auch mit den angekündigten Castor-Transporten von Jülich nach Ahaus verknüpft. Damit sollen verschiedene energiepolitische Konfliktfelder in einer gemeinsamen Protestreihe zusammengeführt werden.
Historischer Bezug zu Protesten gegen Gasbohrungen
Der Zeitpunkt und der Ort der Aktionen sind laut den Veranstaltern bewusst gewählt. Vor zehn Jahren hatte die Umweltbewegung eine große Menschenkette am Bohrplatz von „HammGas“ bei Herbern organisiert. Dieser Protest gilt aus Sicht des damaligen Bündnisses als wichtiger Schritt im Widerstand gegen Gasbohrungen in der Region. Im Jahr 2017 wurden die Fracking-Gas-Projekte in Hamm und im Münsterland endgültig eingestellt. Die damaligen Aktionen werden von den Organisatoren heute als Vorbild für die neuen Proteste genannt.
Klimacamp im LippePark ab 27. Mai
Wer sich über die geplanten Aktionen informieren oder daran beteiligen möchte, kann das Klimacamp ab dem 27. Mai im LippePark besuchen. Dort wollen die beteiligten Gruppen nach eigenen Angaben mehrere Tage lang präsent sein. Die Hauptdemonstration am Gersteinwerk ist für den 30. Mai angekündigt. Hamm wird damit Ende Mai zum Schauplatz eines mehrtägigen Protestwochenendes der regionalen Klimabewegung. Im Mittelpunkt stehen dabei Klimaschutz, Energiepolitik und der Protest gegen fossile Ausbaupläne.