
Hamm plant digitale Revolution bei Baugenehmigungen
Mit dem Jahresbeginn will die Stadt bestimmte Genehmigungsverfahren konsequent digital bearbeiten. So will sie die Bearbeitungszeiten verkürzen.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.12.2025 14:30
Verkürze Bearbeitungszeiten in Hamm
Die Digitalisierung der Hammer Stadtverwaltung soll einen weiteren wichtigen Schritt gehen. Ab Anfang 2026 werde ein wesentlicher Meilenstein bei der Bearbeitung von bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren erreicht, betont die Stadt. Anträge sollen künftig – abhängig von der Art des Antragseingangs – konsequent digital bearbeitet und beschieden werden. Die Neuregelung zielt darauf ab, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und Bearbeitungszeiten zu verkürzen.
Kompletter Service ohne Papier in Hamm
Anträge, die digital über das Bauportal eingereicht werden, sollen künftig vollständig digital bearbeitet werden. Dies umfasst nicht nur die fachliche Prüfung, sondern auch die Erstellung und Zustellung der Bescheide sowie der Gebührenbescheide, die ausschließlich elektronisch erfolgen. Die Bereitstellung der Unterlagen erfolgt über eine zentrale Kommunikationsplattform, über die Bauherren und Entwurfsverfassende sämtliche Dokumente bequem herunterladen können. Sobald Bescheide eingestellt sind, werden die Beteiligten per E-Mail informiert. Diese durchgängige Digitalisierung stelle einen kompletten Wandel in der Verwaltungsarbeit dar, heißt es.
Hamm bietet auch für analoge Anträge digitale Bearbeitung an
Für weiterhin in Papierform eingereichte Anträge wird den Antragstellenden mit der Eingangsbestätigung eine vollständig digitale Bearbeitung angeboten. Voraussetzung hierfür ist eine Einverständniserklärung, die dem Schreiben beiliegt. Wird diese Zustimmung erteilt, erfolgt die Bearbeitung und Bescheidung ebenfalls vollständig digital. Erfolgt keine Zustimmung, bleibt es zunächst bei einer hybriden Vorgehensweise: digitale Prüfung, aber analoge Bescheide. Diese flexible Lösung berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse der Antragsteller und ermöglicht einen schrittweisen Übergang zur vollständigen Digitalisierung.
Neue Kommunikationsplattform in Hamm
Laut Stadt sei Voraussetzung für die Umsetzung die Umstellung der bisherigen Kommunikationsplattform auf ein neues, leistungsfähigeres System. Der Wechsel befinde sich derzeit in der finalen Phase und solle Anfang 2026 abgeschlossen werden. Die Umsetzung erfolge in enger Zusammenarbeit interner und externer Beteiligter. Nach erfolgreicher Umstellung sei vorgesehen, Architekten sowie weitere Beteiligte aktiv über das neue Verfahren zu informieren und die digitale Bearbeitung zu bewerben. Diese technische Modernisierung bilde das Fundament für die künftige digitale Verwaltungsarbeit in Hamm.
Autorin: Ute Hien