
Hamm reagiert auf Wahl in Sachsen-Anhalt
Die Wahl in Sachsen-Anhalt sorgt auch in Hamm für Reaktionen. Vertreter von CDU, SPD und AfD ziehen unterschiedliche Schlüsse aus dem Ergebnis und blicken dabei auch auf die Bundespolitik und NRW.
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Hamm blickt auf Wahl in Sachsen-Anhalt
Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt wird auch in Hamm aufmerksam verfolgt. Politiker aus CDU, SPD und AfD haben sich dazu mit unterschiedlichen Schwerpunkten geäußert. Dabei geht es um die Bewertung des Abschneidens der AfD, die Folgen für die demokratischen Parteien und die Frage, welche politischen Konsequenzen daraus gezogen werden sollten. In den Stellungnahmen aus Hamm spielt außerdem die Bundespolitik eine wichtige Rolle.
„Das Ergebnis in Sachsen-Anhalt ist kein schwarzer Tag für die Demokratie, sondern einer für die demokratischen Parteien.“ - Maximilian Weißenberg, CDU
SPD aus Hamm verweist auf Ängste vieler Menschen
Der Hammer SPD-Politiker Stefan Heitkemper sieht in dem Wahlergebnis vor allem ein Zeichen großer Verunsicherung. Viele Menschen hätten Angst vor Altersarmut, Pflegekosten und Arbeitsplatzverlusten, und die seien nicht etwa "diffus", sondern durchaus berechtigt. Diese Sorgen hätten sich aus seiner Sicht in dem Wahlergebnis entladen. Heitkemper sagt, es gebe „eine große Wut“ und „eine große Enttäuschung“, zugleich müsse Politik Antworten auf diese Sorgen finden und Vertrauen zurückgewinnen.
„Das Einzige, was dagegen hilft, ist, dass man sich als Partei Gedanken darüber macht, wie man wieder zu mehr Wirtschaftswachstum kommt.“ - Stefan Heitkemper, SPD
AfD aus Hamm sieht Rückenwind für weitere Wahlen
Pierre Jung von der AfD Hamm wertet das Ergebnis als Bestätigung für den Kurs seiner Partei. Er sagt, die AfD habe „viele Menschen mobilisieren“ können - trotz der Kritik und der Vorwürfe gegen die Partei. Für Jung ist das Ergebnis nicht nur auf Sachsen-Anhalt begrenzt. Er sieht darin auch ein Signal für kommende Wahlen in anderen Bundesländern und mit Blick auf NRW.
CDU aus Hamm sieht Auftrag an Berlin
Der Hammer CDU-Politiker Maximilian Weißenberg spricht von einem deutlichen Warnsignal für die etablierten Parteien. Aus seiner Sicht müsse das Wahlergebnis zum Anlass genommen werden, „sich mit den politischen Ursachen auseinanderzusetzen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen“. Er richtet diese Forderung auch ganz klar nach Berlin und direkt an Bundeskanzler Friedrich Merz. Das Abschneiden der eigenen Partei bewertet er klar kritisch: „Weniger als 18 Prozent sind ein Fiasko.“ Zwar sei die AfD klare Wahlsiegerin, wegen ihrer Einstufung als gesichert rechtsextrem und fehlender gemeinsamer Positionen mit anderen Parteien werde eine Regierungsbildung aber „definitiv keine einfache“ Aufgabe, so Weißenberg.
Autorin: Ute Hien