
Hamm sichert Gewerbeflächen für die Zukunft
Der Hammer Stadtrat hat am Dienstag den Masterplan "Flächen für Arbeit" verabschiedet, um bis 2035 rund 30 Hektar neuen Platz für Unternehmen bereitzustellen. Dabei setzt die Stadt auf die Modernisierung bestehender Gebiete und die Suche nach strategischen Reserven.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.07.2026 10:12
Flächenbedarf entspricht über 40 Fußballplätzen
Die Stadt Hamm will ortsansässigen Unternehmen und potenziellen Neuansiedlungen auch in den kommenden Jahren ausreichend Platz bieten. Dafür hat der Rat der Stadt den Masterplan "Flächen für Arbeit" beschlossen. Laut Analysen von Gutachtern benötigt Hamm bis zum Jahr 2035 gut 30 Hektar an zusätzlichen Gewerbeflächen. Das entspricht gut 40 Fußballplätzen. Zwar ließe sich diese Nachfrage rein rechnerisch durch bestehende Areale decken, allerdings sind davon aktuell nur etwa 28 Hektar wirklich mit einer günstigen Perspektive bebaubar. Die Verwaltung wurde deshalb beauftragt, auf regionaler Ebene nach weiteren Industrieflächen zu suchen.
Rechenzentrum und Multihub könnten weitere Nachfrage auslösen
Denn die Nachfrage nach großen Flächen könnte in Hamm in den kommenden Jahren durch Großprojekte massiv ansteigen, sagte Ratsherr Arne Elias für die SPD. Z.B. durch den Umschlagbahnhof "Multi Hub " sowie das gemeinsame Industriegebiet Westfalen in Lippetal und das dort geplante Rechenzentrum
Außerdem müsse eine Abwanderung von Firmen aus Platzmangel verhindert werden, betonte Elias. Um künftig den Überblick zu behalten, muss die städtische Wirtschaftsförderung Impuls auf Wunsch der Politik jedes Jahr transparent über neue Arbeitsplätze und den verbliebenen Flächenbestand berichten. Das hat die CDU beantragt, die anderen Fraktion folgten dem Antrag.
Stadt Hamm hat über 1300 Hektar unter die Lupe genommen
Im Vorfeld der Entscheidung hat die Stadtverwaltung über 1.300 Hektar des aktuellen Gewerbeflächenbestands analysiert. Da der Regionalverband Ruhr im kommenden Jahr die Siedlungsbereiche neu festlegt, muss Hamm jetzt mögliche Vorratsflächen melden. Bevor sich die Stadt beim Regionalverband Ruhr auf konkrete neue Industriegebiete festlegt, werden die Bezirksvertretungen, der Rat und die Öffentlichkeit erneut an dem Planungsprozess beteiligt.
Autor: Rainer Wilkes