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Hamm: Streit um Tempo 50 auf der Fangstraße
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Hamm: Streit um Tempo 50 auf der Fangstraße

Die Stadt Hamm plant auf der Fangstraße in Herringen ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern. Straßen NRW blockiert das Vorhaben bisher aufgrund von rechtlichen Bedenken.

Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.2026 05:10

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Stadt Hamm will mehr Verkehrssicherheit

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Auf der Fangstraße in Herringen gilt bislang auf einem knapp ein Kilometer langen Abschnitt Tempo 70. Die Stadtverwaltung möchte die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer reduzieren, um die Verkehrssicherheit spürbar zu erhöhen. Die Straße ist ein viel genutzter Schulweg. Erst im Januar war dort ein Radfahrer von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden. SPD und CDU in der Bezirksvertretung Herringen haben sich ebenfalls einstimmig für die Reduzierung stark gemacht. Es fehlt dort an getrennten Radwegen; stattdessen gibt es nur einen Mehrzweckstreifen, der oft durch parkende Autos blockiert ist.

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Unterstützung für Position der Stadt Hamm

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Bisher stellt sich der Baulastträger Straßen NRW gegen die städtischen Pläne. Als Grund gibt der Landesbetrieb an, dass die Anordnung von Tempo 50 an dieser Stelle rechtlich nicht sicher sei. Unterstützung erhält die Stadt Hamm nun vom verkehrspolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Martin Metz. Bei einem Ortstermin mit dem ADFC und Grünen-Politikern sagte er am Dienstag zu, sich bei Straßen NRW für das Anliegen einzusetzen. Ein pragmatischer Weg wäre, das Ortsschild zu versetzen, da innerorts ohnehin automatisch Tempo 50 gilt, sagte Metz. Alternativ könnte die Fangstraße als offizieller Teil des Radverkehrsnetzes ausgewiesen werden, was andere verkehrsrechtliche Möglichkeiten eröffnen würde.

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Verkehrsministerium entscheidet in letzter Instanz

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Sollten sich die Stadt Hamm und Straßen NRW am Ende nicht einigen, geht das Verfahren in die nächste Instanz. Dann müsste die zuständige Bezirksregierung oder im äußersten Fall sogar das Landesverkehrsministerium eine endgültige Entscheidung treffen. Es wird von dem grünen Minister Oliver Krischer geleitet. Bisher wollte sich das Ministerium zu dem Fall nicht positionieren.

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