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Hamm wird grüner: Erfolge und Pläne der Stadt
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Hamm wird grüner: Erfolge und Pläne der Stadt

Die KlimaAgentur Hamm hat bei einer Pressekonferenz Bilanz ihrer Arbeit gezogen und künftige Klimaschutz-Maßnahmen vorgestellt. Oberbürgermeister Marc Herter und die Stadtwerke setzen dabei auf Beratung statt Verbote.

Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 12:03

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Erfolgreiche Bilanz: Über 700 Beratungen seit 2021

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Die Hammer KlimaAgentur kann auf eine erfolgreiche fünfjährige Arbeit zurückblicken und erhält den Auftrag für weitere vier Jahre. In einer Pressekonferenz am Montag erläuterten die Geschäftsführer Johannes Auge und Manfred Rauschen sowie Oberbürgermeister Marc Herter und Stadtwerke-Geschäftsführer Reinhard Bartsch die bisherigen Erfolge und künftigen Schwerpunkte. Seit 2021 haben im Beratungsbüro der KlimaAgentur über 700 individuelle Beratungen stattgefunden. Zusätzlich führte die Agentur 34 Netzwerkveranstaltungen sowie mehr als zehn öffentliche Veranstaltungen rund um relevante Klimathemen durch. Schwerpunkt der bisherigen Arbeit lag auf der Motivation der Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf Photovoltaikanlagen, Elektromobilität und den öffentlichen Personennahverkehr. Zusätzlich wurden Heizungstausch-Programme vorangetrieben, bei denen Gas- und Ölheizungen durch Strom-basierte Systeme ersetzt wurden. Die KlimaAgentur beteiligt sich regelmäßig mit einem eigenen Stand und vielfältigen Beratungsangeboten an Messen und Veranstaltungen in Hamm.

"Ich freue mich, dass wir mit der KlimaAgentur Hamm auch in den kommenden Jahren einen kompetenten Ansprechpartner für Privatleute und Unternehmen in Hamm haben, der bei sinnvollen ökologischen Aufwertungs- und Sanierungsmaßnahmen unterstützt." - Marc Herter, Oberbürgermeister Hamm
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Stadtwerke Hamm setzen auf regenerative Energien

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Die Stadtwerke Hamm haben in den vergangenen fünf Jahren ihr Engagement für den Klimaschutz deutlich verstärkt. Der Fuhrpark wird konsequent auf alternative Antriebe umgestellt - Autos mit Elektroantrieb und Busse mit Wasserstoffantrieb werden bevorzugt angeschafft, sofern technisch möglich. Das eigene Stadtwerke-Haus wurde energetisch umgebaut und dient als Vorzeigemodell für nachhaltiges Bauen. Das Energiebeschaffungsportfolio wurde vollständig auf regenerative Quellen ausgerichtet, unterstützt durch die Beteiligung am Gas-Kraftwerk in Hamm. Für die Bürgerinnen und Bürger wurden die Energiedienstleistungen massiv ausgebaut. Contracting-Angebote für moderne Heizungsanlagen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen können sowohl gemietet als auch gekauft werden. Die Installation von Wallboxen für Elektrofahrzeuge wird aktiv unterstützt. Ein besonderer Erfolg ist die umweltfreundliche Fernwärme, die zu 100 Prozent aus der Müllverbrennungsanlage stammt. 

"Ich freue mich sehr, dass die KlimaAgentur weiterhin im Stadtwerkehaus ihre kompetente und wichtige Beratung anbietet und so der Verwaltung, den Unternehmen und Bürger:innen wertvolle Unterstützung dabei leistet, die Klimawende in Hamm umzusetzen." - Reinhard Bartsch, Stadtwerke-Geschäftsführer
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Zukunftspläne: One-Stop-Shop und Klimapakt für Hamm

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Für die kommenden vier Jahre hat die KlimaAgentur Hamm neue thematische Schwerpunkte entwickelt. Das Beratungsbüro soll zum "One-Stop-Shop" ausgebaut werden, in dem umfassend und kompetent zu Finanzierung, Verzahnung und Durchführung von baulichen Maßnahmen der energetischen Sanierung beraten wird. Im Verkehrssektor steht die Umsetzung des Masterplans Mobilität im Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit der Hammer Wirtschaft soll über einen "Klimapakt" forciert werden, in dem sich alle Beteiligten zur Klimaneutralität bekennen und sich gegenseitig auf dem Weg dahin unterstützen. Oberbürgermeister Marc Herter betonte den besonderen Ansatz der Stadt Hamm beim Klimaschutz. Bereits über 70 Prozent des Stroms in Hamm stammen aus regenerativen Quellen. Die größte Herausforderung sieht Herter im Wärmebereich, wo fossile Anlagen, die mit Öl und Gas betrieben werden, nach und nach durch regenerative Anlagen ersetzt werden sollen. Dieser Übergang soll jedoch nicht durch Verbote, sondern durch intensive Beratung erreicht werden.

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Soziale Gerechtigkeit im Klimaschutz steht im Fokus

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Ein wichtiger Aspekt der künftigen Arbeit ist die verstärkte Einbindung einkommensschwacher Haushalte. Diese sollen von Förderungen profitieren und dabei unterstützt werden, Teil der Energiewende zu werden. Das Ziel ist es, dass diese Haushalte nicht länger unter höheren Energiekosten leiden müssen, sondern aktiv von den neuen Möglichkeiten profitieren können. Die KlimaAgentur will sozialverträgliche Maßnahmen entwickeln, um allen Menschen den Zugang zur Teilhabe an Klimaschutz und Energiewende zu ermöglichen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen stehen ebenfalls im Fokus der künftigen Arbeit. Diese sind oft überfordert mit Klimaschutz-Maßnahmen, obwohl sie durch Energiekosten und Anforderungen von Kunden und Staat unter Druck stehen. Das bewährte Öko-Profit-Programm, das Unternehmen bereits seit 20 Jahren unterstützt, soll in den nächsten vier Jahren unter dem Dach der KlimaAgentur Hamm gebündelt und verstärkt werden.

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