
Hammer Brustzentrum der St. Barbara-Klinik behandelt komplizierte Fälle
Das Brustzentrum der St. Barbara-Klinik Hamm und des St. Franziskus-Hospitals in Münster arbeiten seit August 2024 strukturiert zusammen. Patientinnen können dadurch komplexe Behandlungen direkt in Hamm erhalten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.2026 11:26
Sprechstunden und Operationen direkt in Hamm
Hammerinnen profitieren von der Kooperation zweier Krankenhäuser. Die St. Barbara-Klinik in Heessen und das St. Franziskus-Hospital in Münster arbeiten zusammen, um die Brustzentren zu stärken. Die Zusammenarbeit ist sehr strukturiert und in gut abgestimmten Schritten gestartet, betonen Ilona Dukse, Standortleiterin Hamm des gemeinsamen Brustzentrums der St. Franziskus-Stiftung Münster, und Christian Eichler, Chefarzt der Klinik für Brusterkrankungen im St. Franziskus-Hospital sowie Chefarzt des Brustzentrums im Maria-Josef-Hospital Greven und der Brustklinik der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen. Seit August 2024 hält er regelmäßig Sprechstunden in der St. Barbara-Klinik Hamm ab. Diese gemeinsame Sprechstunde ermöglicht den direkten fachlichen Austausch vor Ort. Ergänzend finden seit Oktober 2024 alle vier bis sechs Wochen gemeinsame Operationstage statt, die vor allem komplexe Fälle abdecken.
Erfolgreiche Operationen von komplexen Fällen auch in Hamm
Durch diese operative Expertise können anspruchsvolle Krankheitsbilder nun direkt in Hamm behandelt werden. Patientinnen müssen für komplexe Eingriffe nicht mehr zwingend nach Münster fahren. "Wir konnten bereits mehrere komplexe Fälle direkt bei uns vor Ort operieren", sagt Dukse. Spezielle rekonstruktive Verfahren wie Eigengewebsrekonstruktionen oder Mamillenrekonstruktionen werden weiterhin zentral im St. Franziskus-Hospital durchgeführt.
Neue Konferenzen stärken Hammer Standort
Die Zusammenarbeit wurde schrittweise ausgebaut. Seit Januar 2025 gibt es eine präoperative radiologische Konferenz, in der bereits vor der Operation interdisziplinär die bestmögliche Strategie für die Patientinnen festgelegt wird. Seit Januar 2026 kommt eine standortübergreifende Tumorkonferenz hinzu. Laut Standortleiterin Ilona Dukse verzahnt diese Entwicklung das St. Franziskus-Hospital und die St. Barbara-Klinik fachlich noch enger miteinander. Dies sei ein wichtiger Baustein, um den Standort Hamm überregional zu stärken.
Erweiterte Studienangebote für Patientinnen
Ein weiterer Vorteil der Kooperation liegt im erweiterten Zugang zu klinischen Studien. Patientinnen aus Hamm haben heute ein wesentlich breiteres Studienangebot zur Verfügung - sowohl im frühen Erkrankungsstadium bei Brustkrebs als auch beim fortgeschrittenen, metastasierten Mammakarzinom. Durch die standortübergreifenden Tumorkonferenzen werden Patientinnen aus Hamm gezielt für geeignete Studien identifiziert und können in entsprechende Prüfprotokolle eingeschlossen werden, die am St. Franziskus-Hospital oder im Verbund angeboten werden.
Autorin: Jacqueline Schlüsener, Lena Zaubzer