Hammer Schulen denken über Brexit nach

Schüleraustausche stehen teilweise auf der Kippe

© Timo Klostermeier/ FotoDB.de

Einige Hammer Schulen denken schon über die Konsequenzen des bevorstehenden Brexits nach. Am Friedrich-List-Berufskolleg beispielsweise gibt es deswegen keinen Schüleraustausch mehr nach Großbritannien. Das sei zu unsicher, sagte uns Schulleiterin Dr. Heike Stiepelmann.

Als Europaschule schickt das List-Berufskolleg viele Schüler für drei Wochen ins Ausland. Dabei werden die Schüler durch Gelder des Europäischen Förderprogramms Erasmus unterstützt. Bei einem Brexit sei ein Austausch mit London allerdings nicht mehr möglich. Denn die Fördergelder für Großbritannien würden wegfallen. Das List hat daher drei neue Ziele für die Schüler gefunden: Dublin, Dänemark oder Helsinki werden jetzt statt London angeboten.

Die Gymnasien Beisenkamp und Hammonense sehen dem Brexit entspannt entgegen. Hier sind auch weiter Fahrten nach Großbritannien geplant.

Aber nicht nur die Hammer Schulen gucken ganz genau auf den Brexit, sondern auch die Hammer Firmen. Die stellen sich schon länger auf einen harten Brexit ein und beliefern ihre Geschäftspartner mit mehr Artikeln. Das ist aktuell noch kein Problem für die rund 40 Hammer Firmen, die nach Großbritannien exportieren. Eine Belastung wird es allerdings, wenn die Zölle kommen. Bundesweit kostet das dann die Unternehmen drei Milliarden zusätzlich.

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