
Handel beklagt sich über zu viele Ladendiebe in Hamm
Auch in Hamm haben die Ladendiebstähle zugenommen - sagt der Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland und fordert Konsequenzen für die Täter.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.07.2024 12:23
Millionenschaden in Hamm
Bundesweit sind die angezeigten Ladendiebstähle 2023 im Vergleich zum Vorjahr um weitere 23,6 Prozent gestiegen. Das sind täglich rund 100.000 Ladendiebstähle - an und für sich schon eine schier unvorstellbare Zahl. Die Zunahme der Ladendiebstähle stelle die Branche vor enorme Herausforderungen, sagt Thomas Schäfer als Geschäftsführer des Handelsverbandes Westfalen-Münsterland. Auf Hamm heruntergebrochen bedeute dies einen Schaden in Höhe von fast 7 Mio. Euro. Rechne man die Investitionen für Prävention und Sicherheit hinzu, dann werde deutlich, dass Ladendiebstahl keineswegs aus falsch verstandener Toleranz bagatellisiert werden dürfe, sondern entschieden sanktioniert werden müsse.
Dramatisch hohe Zahlen in Hamm
Der Handelsverband geht davon aus, dass viele Diebstahlsdelikte gar nicht erst bei der Polizei angezeigt werden, weil gefasste Ladendiebe häufig ohne größere Konsequenzen davonkommen. In Hamm seien die Fälle von gemeldeten Ladendiebstählen von 2022, auf 23 um fast 41 Prozent gestiegen. Das sei eine dramatisch hohe Zahl, so Verbandschef Schäfer. Sowas belaste den Handel in schwierigen Zeiten, wo er sicher nicht noch die Kosten für eine Diebstahlprävention gebrauchen könne. Abgesehen davon entstehe durch Ladendiebstahl auch ein volkswirtschaftlicher Schaden durch entgangene Umsatzsteuer. Schäfer appelliert, Beobachtungen zu Ladendieben immer zu melden und nicht wegzusehen. Zudem sollten Polizei und Gerichte bei allem Verständnis für die ohnehin bestehend hohe Belastung Ladendiebstahlanzeigen konsequent verfolgen und Täter möglichst schnell einer gerechten Strafe zuführen.