
Haushalt für den evangelischen Kirchenkreis Hamm
Die Synode des Kirchenkreises Hamm hat den Haushalt 2026 beschlossen. Trotz finanzieller Engpässe bleibt die Kirche hoffnungsvoll.
Veröffentlicht: Montag, 01.12.2025 08:57
Beschlossener Haushalt des Evangelischen Kirchenkreises Hamm
Die Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Hamm hat am Freitag, den 28. November 2025, in der Auferstehungskirche Bockum-Hövel den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Angesichts eines Rückgangs der Kirchensteuerzuweisungen und steigender Kosten stehen der Kirchenkreis und seine Gemeinden vor großen finanziellen Herausforderungen.
Finanzielle Herausforderungen und Maßnahmen
Für das Jahr 2026 wird ein Rückgang der Kirchensteuerzuweisungen um rund 375.000 Euro auf 11,46 Mio. Euro erwartet. Um die steigenden Kosten, insbesondere im Bereich Personal und Gebäude, auszugleichen und die Arbeit der 39 Kindertageseinrichtungen abzusichern, wurde eine Entnahme aus Rücklagen in Höhe von 817.000 Euro beschlossen. Superintendentin Kerstin Goldbeck betonte die Notwendigkeit einer Transformation der Kirche hin zu einer „kleineren, ärmeren, aber hoffnungsfrohen und kraftvollen Kirche“.
Bedrohliche Unterfinanzierung der Kitas
Die Finanzierung der 39 Kindertageseinrichtungen bleibt eine der größten Herausforderungen. Trotz Einsparungen im Personalbereich sinkt der Kita-Haushalt nur geringfügig von 40,6 Mio. Euro im Jahr 2025 auf 40,1 Mio. Euro im Jahr 2026. Die Bezuschussung aus Kirchensteuern für diesen Bereich beträgt weiterhin rund 13 Prozent der Kirchensteuerzuweisungen und stellt ein zunehmendes Risiko für die Haushaltssicherheit dar.
Weitere Beschlüsse der Synode
Neben dem Haushalt wurden zwei weitere wichtige Konzepte beschlossen:
- Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt: Einstimmig verabschiedete die Synode ein umfassendes Schutzkonzept, das Kirche zu einem sicheren Ort machen soll.
- Klimaschutzkonzept: Das Ziel, bis 2035 den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen um 90 Prozent zu reduzieren, wurde mit konkreten Maßnahmen untermauert. Vier Prozent der Kirchensteuern (458.518 Euro) werden zweckgebunden für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt.
„Der sorgfältige Umgang mit den Ressourcen der Schöpfung und das entschiedene Eintreten gegen jede Form von Gewalt sind Kennzeichen der Kirche von morgen.“ - Superintendentin Goldbeck betont damit die Bedeutung dieser Maßnahmen für die Zukunft der Kirche