
Hohe Auslastung bei Hebammen in Hamm
Zum Internationalen Tag der Hebammen am 5. Mai steigt die Zahl der Kaiserschnitte auf Rekordniveau.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 12:51
Hebammen in Hamm melden eine hohe Auslastung
Bundesweit gehen die Geburtenzahlen zurück, doch die Fachkräfte in Hamm haben weiterhin viel zu tun. Wie die freiberufliche Hebamme Juliane Harling aus Heessen berichtet, gibt es in der Stadt grundsätzlich zu wenig Personal für die Geburtshilfe. Aktuell tauschen sich in Hamm rund zwei Dutzend freiberufliche Hebammen aus. Ein großes Thema in der Branche ist der bundesweite Anstieg der Kaiserschnitte. Laut dem Statistischen Bundesamt kommt in deutschen Krankenhäusern mittlerweile jedes dritte Kind per Operation zur Welt - ein neuer Rekordwert, der sich seit 1991 mehr als verdoppelt hat.
In der St. Barbara-Klinik sind viele Kaiserschnitte medizinisch bedingt
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der St. Barbara-Klinik in Hamm-Heessen , wo die Kaiserschnitt-Rate ebenfalls ansteigt. Das Krankenhaus betont jedoch, dass zwei Drittel dieser Eingriffe ungeplant sind, etwa bei einem Geburtsstillstand während der Wehen. Gleichzeitig beobachtet die Klinik bei werdenden Eltern ein wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit und Planbarkeit. Der Beruf der Hebamme wandelt sich auch in Hamm spürbar. Die Ausbildung ist seit zwei Jahren als duales Studium organisiert, für das es auch Aufbaustudiengänge gibt.
Geburtenzahlen an der Barbaraklinik gehen zurück
Die Geburtenzahlen in der St. Barbara-Klinik gehen aktuell ebenfalls zurück. Neben dem bundesweiten Trend liegt das laut der Klinik auch Krankenhausbeschluss aus dem Dezember 2024. Dieser regelt die Versorgung neu und führt dazu, dass bestimmte Geburten in Krankenhäusern der Maximalversorgungsstufe, zu denen die Klinik in Heessen gehört, nicht mehr durchgeführt werden dürfen, so eine Sprecherin.
Autor: Rainer Wilkes