Hohe Nitratbelastung der Lippe

Werte sind doppelt so hoch wie erlaubt. Grund dafür ist die intensive Landwirtschaft, sagt der Verein VSR-Gewässerschutz.

Harald Gützlow und Milan Toups entnehmen eine Wasserprobe.
© VSR

Der Verein VSR-Gewässerschutz beklagt die hohe Nitratbelastung der Lippe. Das liege an der intensiven Landwirtschaft im Einzugsgebiet, so der VSR nach der Auswertung der Messungen vom Februar 2018. Nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser dürfe das Lippewasser für einen guten Zustand höchstens 11 Milligramm Nitrat pro Liter aufweisen. Die Messungen hätten jedoch an der gesamten Lippe und an den Mündungen der Nebenbäche mehr als den doppelten Wert ergeben, so der VSR-Gewässerschutz. In Hamm hat der Verein 28,8 Milligramm Nitrat pro Liter ab dem Ahse-Zufluss gemessen. Es müsse in der Landwirtschaft dringend gehandelt werden, die derzeitige Düngeverordnung reiche nicht aus, um die Nitratbelastung in der Lippe und den Nebenflüssen so weit zu senken, dass ein guter Zustand erreicht werde.

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