
Hund in heißem Auto: PETA zeigt Halter aus Hamm an
Nach der Rettung eines Hundes aus einem aufgeheizten Auto in Hamm hat PETA Strafanzeige erstattet. Die Polizei hatte das Tier am Montag auf der Werler Straße aus dem Wagen befreit.
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.06.2026 12:16
PETA stellt Anzeige nach Vorfall in Hamm
Nachdem die Polizei in Hamm einen Hund aus einem überhitzten Auto gerettet hat, ist nun auch PETA aktiv geworden. Die Tierrechtsorganisation hat nach eigenen Angaben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dortmund gegen die verantwortliche Person gestellt.
Auslöser ist ein Vorfall vom Montag auf der Werler Straße. Dort hatten Passanten den Hund gegen 10.20 Uhr in einem geparkten Auto in der prallen Sonne entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass sich das Tier bereits mehr als eine Stunde in dem Wagen befunden hatte.
Polizei befreit Hund aus Auto auf Werler Straße in Hamm
Als die Einsatzkräfte eintrafen, stellten sie einen augenscheinlich schlechten Allgemeinzustand des Hundes fest. Weil sich zunächst kein Halter finden ließ, entschieden sich die Beamten, das Tier aus dem Fahrzeug zu holen. Eine Autotür war unverschlossen, sodass der Hund ohne weitere Sachschäden befreit werden konnte. Anschließend wurde das Tier an ein hinzugezogenes Tierasyl übergeben, das sich zunächst darum kümmerte.
Hamm: Ermittlungen gegen 50-jährigen Halter
Den 50-jährigen Hundehalter konnten die Einsatzkräfte später noch erreichen. Nach Angaben der Polizei zeigte er sich trotz eindringlicher Belehrung uneinsichtig und wenig verständnisvoll. Gegen ihn wird deshalb wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz ermittelt. PETA verweist in diesem Zusammenhang auf die Gefahren, die für Tiere in aufgeheizten Fahrzeugen entstehen können.
„Viele Hundehalterinnen und -halter unterschätzen die Auswirkungen der Sonne. In den überhitzten Fahrzeugen werden die Vierbeiner schnell unruhig, kratzen an den Fenstern und geraten in Panik - was die ohnehin kritische Situation zusätzlich verschärft. Für sie kommt dann oft jede Hilfe zu spät“ - Björn Thun, Fachreferent bei PETA
Polizei warnt vor Tieren in heißen Autos
Auch die Polizei macht noch einmal deutlich, dass sich der Innenraum von Fahrzeugen bei sommerlichen Temperaturen schnell gefährlich aufheizen kann. Selbst Wasser im Wagen oder ein leicht geöffnetes Fenster reichten dann nicht aus, um Tiere zu schützen. Hunde und andere Haustiere sollten deshalb nie im geparkten Auto zurückgelassen werden. Im Notfall sollten Zeugen schnell handeln und die Polizei verständigen.