
In Hamm wird relativ oft zum Messer gegriffen
Im ersten Halbjahr 2025 registrierte die Polizei in Hamm 49 Messer-Delikte. Trotz Waffenverbotszone bleibt die Zahl vergleichsweise hoch. Das meiste passiert allerdings nicht in der Öffentlichkeit.
Veröffentlicht: Freitag, 14.11.2025 12:46
Messer-Delikte in Hamm: Ein Vergleich mit anderen Städten
Im ersten Halbjahr 2025 ermittelte die Polizei in Hamm insgesamt 49 Messer-Delikte. Trotz der Waffenverbotszone rund um die Südstraße bleibt die Zahl relativ hoch. Zum Vergleich: In Mülheim (23 Fälle) und Oberhausen (28 Fälle) wurden etwa halb so viele Delikte gemeldet. In Hagen, einer ähnlich großen Stadt wie Hamm, waren es hingegen deutlich mehr, nämlich 69 Fälle. Diese Zahlen wurden vom NRW-Innenministerium auf Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag veröffentlicht.
Hamm unter Top-Ten bei betroffenen Plätzen
Auch bei den Straßen und Plätzen mit den meisten Messer-Delikten in NRW ist Hamm vertreten. Der Marktplatz in Hamm verzeichnete drei Vorfälle und landet damit in den Top-Ten. Spitzenreiter ist der Konrad-Adenauer-Platz in Düsseldorf mit sieben Fällen, gefolgt vom Neumarkt in Köln und der Morianstraße in Wuppertal mit jeweils sechs Delikten.
Einschätzung der Polizei Hamm
Die Polizei Hamm betont, dass von den 49 Messer-Delikten nur 23 im öffentlichen Raum stattfanden. Die übrigen Fälle ereigneten sich im privaten Umfeld, etwa bei häuslicher Gewalt. In fast allen Fällen kannten sich Täter und Opfer, mit Ausnahme von zwei Raubüberfällen. Häufig wurde mit dem Messer gedroht, ohne es tatsächlich einzusetzen. Die drei Vorfälle am Marktplatz betrafen Personen aus dem Drogenmilieu. Das Fazit des Polizeisprechers:
"Die Leute in Hamm müssen sich keine Sorgen machen, als Unbeteiligte auf der Straße Opfer von Messergewalt zu werden".
Autor: Rainer Wilkes