
Klimaaktivistin Greta Thunberg im Klimacamp Hamm
Das Klimacamp in Hamm begrüßt immer mehr Aktivistinnen und Aktivisten. Unter ihnen auch bekannte Gesichter.
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2026 15:15
Bekannte Klimaaktivistin in Hamm
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist am Donnerstag in Hamm eingetroffen. Die 23-jährige Aktivistin aus Schweden ist inzwischen im Klimacamp im Lippepark. Dort möchte sie bis zu Beginn der Großdemonstration am Samstag vom Lippepark bis zum Gersteinwerk bleiben, sagte sie im Lippewelle-Interview. Die Demonstration findet unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“ statt. Laut Klimaaktivistin Greta Thunberg ist es wichtig, jetzt als Bevölkerung zu handeln und das Klima zu schützen. Die Klimakrise werde jeden Tag ernsthafter, während Politiker nicht handeln würden. Das Klimacamp sei nun ein guter Ort, an dem sich Menschen aus aller Welt versammeln, um zu zeigen, dass wir einen gerechten Übergang und Klimaschutz brauchen. Die Stimmung im Camp ist trotz des ernsten Themas sehr positiv, so Greta Thunberg. Sie und die weiteren Aktivisten würden sich auf die weitere Arbeit und die gemeinsamen Tage freuen.
Streit um Startpunkt der Demonstration
Währenddessen ist der Streit um den Startpunkt der geplanten Großdemonstration am Samstag in der Nähe des Gersteinwerks weiterhin nicht entschieden. Die Veranstalter haben gegen entsprechende Verfügungen der Polizei Klage eingereicht, eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen stand am Nachmittag noch aus. Zur Kundgebung unter dem Motto „Zukunft statt Gas – Energiewende verteidigen“ rufen unter anderem Greenpeace, Fridays for Future, der BUND sowie Campact auf. Erwartet werden mehrere tausend Teilnehmende. Der ASH kündigte bereits an, den Wertstoffhof am Samstag zu schließen. Kern des Konflikts ist der geplante Auftaktort der Demonstration: Während die Kläger eine Kundgebung direkt vor den Toren des Gersteinwerks und damit in Sicht- und Hörweite des mit Erdgas betriebenen Kraftwerks von RWE durchsetzen wollen, hatte die Polizei einen alternativen Standort in der Nähe von Kläranlage und Wertstoffhof festgelegt. Die Polizei verweist dabei auf den Schutz kritischer Infrastruktur wie dem Gersteinwerk.