
Klimabündnis Hamm fordert Schulen und Kitas als Kälteinseln
Das Klimabündnis Hamm hat eine Petition an den Stadtrat eingereicht. Die Forderung: Schulen und Kitas sollen zum Schutz vor Hitze schnellstmöglich mit Klimaanlagen und Solardächern ausgestattet werden.
Veröffentlicht: Montag, 13.07.2026 09:04
Einbau von Klimaanlagen und Solardächern
Das Klimabündnis Hamm hat sich mit einer offiziellen Anregung an den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden der Stadt gewandt. Ziel ist es, städtische Schulen und Kitas zu sogenannten Kälteinseln umzubauen. Dafür sollen laut der Initiative Klimaanlagen oder gleichwertige Systeme installiert werden. Den benötigten Strom sollen neue Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern klimaneutral erzeugen.
Petition fordert Kälteinseln für Kinder
Hintergrund der Aktion ist der Schutz von Kindern vor extremen Hitzewellen. Die Initiatoren verweisen darauf, dass Kinderkörper Hitze schlechter regulieren können. Bereits ab 26 Grad im Klassenzimmer sinke die Konzentration spürbar, ab 30 Grad werde es potenziell lebensgefährlich. Zudem argumentiert das Bündnis, dass viele Familien zu Hause keine Kühlmöglichkeiten haben. Im Katastrophenfall sollen diese Kälteinseln daher auch für die allgemeine Bevölkerung geöffnet bleiben.
Klimabündnis Hamm sammelt weitere Unterschriften
Wer die Petition unterstützen möchte - insbesondere Lehrkräfte, Schüler oder Kita-Personal -, kann sich per E-Mail an petition@klimabuendnis-hamm.de wenden. Zudem bietet die Initiative online eine Plattform an, um über das Thema zu diskutieren. Die Petition stützt sich formell auf den Paragrafen 24 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen. Dieser regelt das Recht der Einwohner auf Anregungen und Beschwerden. Die Initiatoren sehen durch extreme Hitze das Bildungsrecht und das Recht auf eine gesunde Lernumgebung gefährdet.