Kommentar: Schulministerium hat Hausaufgaben nicht gemacht

In knapp drei Wochen sind die Sommerferien vorbei und die Schule geht wieder los. Das Schulministerium hat bis jetzt aber geschlafen, findet Jens Heusener.

Am 16. Juli gab es eine Pressekonferenz mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Thema: Der Unterricht nach den Sommerferien trotz Corona. Am Ende der knappen Pressekonferenz stand die Aussage: Alle Schüler sollen noch vor dem Schulstart auf Covid-19 getestet werden.


Ein Kommentar von Lippewelle-Redakteur Jens Heusener:

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Als Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann diese Botschaft der Schulministerin gehört hat, muss ihm heiss und kalt gleichermassen geworden sein. Allein bei uns gibt es 52 Schulen und mal grob überschlagen würden die Kosten der Tests im Millionenbereich liegen. Geld, was wer bezahlen soll? Davon ab empfinde ich die Art der Vorbereitung auf den Restart nach den Ferien an den Schulen gelinde gesagt schwach! Seit 4 Monaten sind die Schulen in NRW und damit auch in Hamm geschlossen. Zeit genug sich Gedanken zu machen, wie es denn nach den Sommerferien weitergehen könnte. Müsste man zumindest meinen, aber diese Annahme ist ein typischer Fall von "denkste"! Vom Schulministerium sind zwar in der Zeit grobe Hygienemaßnahmen beschlossen worden, aber damit hat es sich auch. Obwohl nicht ganz: Jeder Lehrer soll ja seinen Laptop bekommen und natürlich auch jeder Schüler ein passenedes Gegenstück. Und eine Schulcloud soll für den digitalen Ausstausch sorgen. Konkretere Aussagen wurden nicht getroffen, den Rest soll man schön vor Ort regeln und zack - damit ist die Ministerin raus aus der Verantwortung. Meiner Meinung nach stehen alle, Lehrer, Schüler und natürlich auch die Eltern weiter relativ im Regen. Ich würde sagen: Da hat jemand seine Hausaufgaben nicht wirklich fertig gemacht. Aber es sind ja noch drei Woche bis zum Schulstart.

Jens Heusener

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