
Kühlturm-Brand in Hamm 2024: Gutachten nennt Ursache
Die Brandursache des ehemaligen Kühlturms auf dem Bergwerk-Ost-Gelände in Hamm ist geklärt. Laut einem Gutachten lösten Trennarbeiten mit Winkelschleifern das Feuer im November 2024 aus.
Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 06:26
Brandursache am Bergwerk Ost in Hamm geklärt
Die Ursache für den Brand des ehemaligen Kühlturms auf dem Bergwerk-Ost-Gelände in Hamm vom November 2024 steht fest. Das hat die Bezirksregierung auf Anfrage bestätigt. Ein Brandsachverständiger wurde mit der Untersuchung beauftragt. Aus seinem Gutachten vom 11. April 2025 geht hervor, dass das Feuer mit äußerster Wahrscheinlichkeit durch Funkenflug und herabfallende heiße Metallteile entstanden ist. Auslöser waren demnach Trennarbeiten mit zwei Winkelschleifern beim Lösen der Außenverkleidung des Kühlturms.
Bauweise begünstigte das Feuer in Hamm
Die Konstruktion im Inneren des Kühlturms hat den Brand laut Gutachten zusätzlich begünstigt. Die Gitter- und Lamellenstrukturen der Kunststoffe in der Verrieselungsanlage entzündeten sich durch die Funken. Auch die Belüftungsbedingungen im Kühlturm trugen dazu bei, dass das Feuer sich ausbreiten konnte. In der Folge brannte die Verrieselungsanlage ab. Der Brand hatte im November 2024 auch zur Freisetzung von Asbest geführt.
Abschlussdokumentation liegt vor
Im November 2025 wurde eine Abschlussdokumentation des Gutachters vorgelegt. Sie umfasst nach Angaben der Bezirksregierung unter anderem rund 1.500 Seiten an Inspektionsprotokollen und Prüfberichten. Die Dokumentation bezieht sich auf die durchgeführten Untersuchungen sowie die Begleitung der Sofort- und Reinigungsmaßnahmen nach dem Brand. Einen gesonderten Abschlussbericht über den Brand und dessen Folgen gibt es nicht. Auch eine Veröffentlichung der Abschlussdokumentation ist laut Bezirksregierung nicht vorgesehen. Die Stadt Hamm will die Ergebnisse jedoch den Medien vorstellen, sagte Umweltdezernent Volker Burgard auf Lippewelle-Anfrage.