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Lehrergewerkschaft kritisiert die Lockdown-Strategie
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Lehrergewerkschaft kritisiert die Lockdown-Strategie

Die Lehrer müssen jetzt zwischen Distanz und Präsenzlernen hin- und herwechseln oder das Ganze vielleicht auch parallel leisten.

Veröffentlicht: Dienstag, 15.12.2020 05:28

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Die Lehrer in Hamm sind von den neuen Corona-Maßnahmen und Vorgaben überrascht worden. Marcel Teiner von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sagte uns, nach Rückmeldungen seiner Kollegen seien wohl je nach Klasse zwischen 0 und 50 Prozent der Schüler anwesend, laut der Stadt Hamm sind es teils bis zu 70 Prozent. Die meisten Eltern würden ihre Kinder aber nur schicken, wenn es unumgänglich ist, so Teiner. Trotzdem sei das Lehren und Lernen nun unnötig kompliziert.

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Offizielle Schulmail kam kurz vor dem Wochenende

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Als die offizielle Schulmail die Schulen erreicht habe, seien die meisten Schüler schon im Wochenende gewesen, so Teiner, und zwar meistens dann ohne Bücher und Arbeitshefte. Die seien nach wie vor nötig, da auch Monate nach Beginn der Pandemie Schüler immer noch nicht mit digitalen Endgeräten ausgestattet seien.

Die Lehrer müssten zwischen Distanz und Präsenzlernen hin- und herwechseln bzw. das Ganze vielleicht auch parallel leisten. Es hätte von Anfang an vom Ministerium der Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzlernen eingeführt werden sollen, so Teiner weiter, wie von den Lehrern vorgeschlagen. Stattdessen sei die Schulpolitik einfach unprofessionell und auch die Bilanz der Inklusion, während Corona mittlerweile frustrierend.

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