Lieferengpässe bei Medikamenten

Viele Hersteller haben ihre Produktion für den deutschen Markt begrenzt.

Immer häufiger gibt es Lieferengpässe bei Medikamenten. Das bestätigte uns der Hammer Apothekensprecher Dr. Werner Cobet. "Wir verbringen den halben Tag damit, die Sachen aufzutreiben", so Cobet. Als Hauptgrund nennt Cobet: viele Hersteller haben ihre Produktion für den deutschen Markt begrenzt. Sie verkaufen lieber ins Ausland, weil ihre Margen mittlerweile höher sind. Das betreffe zum Beispiel Blutdrucksenker, sagt Cobet. Ähnliche Medikamente können die Apotheker aber nur mit einem neuen Rezept vom Arzt abgeben oder sie riskieren, gar nichts von den Krankenkassen ersetzt zu bekommen. 

Dazu kommen Lieferengpässe, weil die Firmen manche Wirkstoffe nur noch bei ein oder zwei Herstellern weltweit produzieren lassen. Wenn es da zu Pannen kommt, kann wochenlang nicht geliefert werden. Das betraf zuletzt unter anderem das gängige Schmerzmittel Ibuprofen. Allerdings soll es auch Apotheker geben, die selbst große Mengen aufkaufen und in den Export einsteigen. Cobet wollte das für Hamm nicht bestätigen.

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