
LWL stellt Frühförderstelle in Hamm um
Die LWL-Universitätsklinik Hamm verändert ihre Interdisziplinäre Frühförderstelle bis Ende September 2026. Künftig bleibt dort nur noch ein Angebot der heilpädagogischen Frühförderung.
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LWL streicht Therapieangebote in Hammer Frühförderung
Spätestens zum 30. September 2026 endet in Hamm das interdisziplinäre Angebot der Frühförderstelle der LWL-Universitätsklinik. Nach Angaben des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe soll das bisherige Angebot in eine rein heilpädagogische Frühförderung übergeleitet werden.
Fachkräftemangel: LWL schränkt Frühförderung Hamm ein
Der LWL nennt anhaltenden Fachkräftemangel als wesentlichen Grund für die Umstellung. Demnach sei es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, ausreichend qualifizierte Mitarbeitende für die medizinisch-therapeutischen Fachbereiche zu gewinnen. Das betreffe sowohl Festanstellungen als auch Kooperationen mit externen Praxen. Nach Angaben des LWL schränke der Personalmangel das logopädische und physiotherapeutische Angebot so stark ein, dass ein an den individuellen Bedürfnissen der Kinder ausgerichtetes Förder- und Behandlungsprogramm nicht mehr seriös weiter angeboten werden könne.
Folgen für Kinder und Familien in Hamm
Künftig soll in Hamm weiter heilpädagogische Frühförderung angeboten werden. Die bisherigen medizinisch-therapeutischen Leistungen in Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie gehören dann nicht mehr zum Angebot. Nach Angaben des LWL werden aktuell 94 Kinder im Vorschulalter in der Interdisziplinären Frühförderstelle betreut. Für 20 Kinder endet die Frühförderung mit dem Wechsel in die Schule zu Beginn des kommenden Schuljahres. Für viele Kinder könne die heilpädagogische Förderung grundsätzlich weiterlaufen. Medizinisch-therapeutische Leistungen müssten dann von niedergelassenen Praxen an anderer Stelle übernommen werden.
Anschlussangebote in der Region
Als Angebote der interdisziplinären Frühförderung in der Region nennt der LWL unter anderem Unna, Ahlen, Drensteinfurt und Freckenhorst. Alternativ könnten heilpädagogische Frühförderung und medizinisch-therapeutische Förderung auch bei unterschiedlichen Anbietern in Anspruch genommen werden. Der LWL erklärt außerdem, die Eltern bei der Suche nach Anschlusslösungen unterstützen zu wollen.