
Mahnwache in Hamm nach Anschlag auf CSD Berlin
Am Heinrich-von-Kleist-Forum in der Hammer Innenstadt wollen Menschen am Freitag (31.07.) ein Zeichen der Solidarität setzen. Anlass ist der Angriff auf den CSD in Berlin.
Veröffentlicht: Freitag, 31.07.2026 07:38
Aidshilfe Hamm ruft zur Mahnwache am Kleistforum auf
Nach dem Anschlag auf den Christopher-Street-Day in Berlin ruft die Aidshilfe Hamm zu einer Mahnwache auf. Am Freitag (31. Juli) wollen sich Menschen in Hamm um 13 Uhr am Heinrich-von-Kleist-Forum versammeln für Liebe, Vielfalt und Toleranz und gegen Hass. Organisiert wird die Mahnwache von der Aidshilfe Hamm. Anlass sind die Ereignisse rund um den CSD in Berlin am vergangenen Samstag, die auch in Hamm viele Menschen erschüttert haben. Die Veranstaltung soll Raum für Trauer, Mitgefühl und Solidarität geben. Lianet Flores von der Aidshilfe Hamm betont, dass die Mahnwache ausdrücklich offen für alle ist.
„Die Mahnwache ist für alle Menschen, egal ob queer oder nicht, die zeigen wollen, dass Hamm sich hinter queere Menschen stellt und für diejenigen, die Halt und Unterstützung brauchen, aber auch für diejenigen, die Halt und Unterstützung geben wollen.“ – Lianet Flores, Leiterin Aidshilfe Hamm
Anschlag auf CSD in Berlin schockiert Menschen in Hamm
Geplant sind am Heinrich-von-Kleist-Forum mehrere Redebeiträge. Unter anderem sollen Vertreterinnen und Vertreter der Aidshilfe, der Stadt Hamm und Menschen aus der queeren Community sprechen. Danach ist eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Anschlags vorgesehen. Außerdem soll am Forum die Regenbogenflagge gehisst werden. Die Organisatorinnen und Organisatoren rechnen mit etwa 50 Teilnehmenden. Schon im Vorfeld habe es viel Unterstützung gegeben.
„Wir haben bisher durchweg Zuspruch erhalten, sowohl auf unseren Social-Media-Kanälen als auch von Kooperationspartnern und von Einrichtungen. Alle sind sehr zuversichtlich, dass die Veranstaltung gebraucht wird und auch gut aufgenommen werden wird.“ – Lianet Flores, Leiterin Aidshilfe Hamm
Evangelischer Kirchenkreis unterstützt den Aufruf
Auch der Evangelische Kirchenkreis Hamm unterstützt den Aufruf der Aidshilfe. Superintendentin Kerstin Goldbeck zeigt sich tief erschüttert über den Angriff. Als evangelische Christinnen und Christen trete man für Vielfalt und ein friedliches Miteinander ein, so Goldbeck weiter. Hass, Gewalt und Diskriminierung hätten nach christlicher Überzeugung keinen Platz. Der Anschlag richte sich gegen Menschen, die für ihr Recht auf queeres Leben ein Zeichen gesetzt hätten.
Bereits am Mittwoch hatte es in Dortmund eine Mahnwache gegeben. Dort gedachten mehrere hundert Menschen der Opfer des Anschlags auf den CSD.