
Marc Herter zum Lockdown
"So schwer es jedem von uns fällt - der harte Shutdown ist richtig", sagte Marc Herter im Lippewelle-Gespräch.
Veröffentlicht: Montag, 14.12.2020 07:00
Hamms Oberbürgermeister Marc Herter hält die Bund-Länder-Vereinbarung auf einen Total-Lockdown bis Mitte Januar für zielführend. "So schwer es jedem von uns fällt - der harte Shutdown ist richtig", sagte er wörtlich. Er erwarte von der NRW-Landesregierung, dass sie die Beschlüsse nun 1:1 in eine Verordnung umsetzt, so Herter. Ob in Hamm eine weitere Allgemeinverfügung nötig sei, werde die Stadt prüfen, sobald die Rahmenbedingungen vom Land schriftlich vorlägen.
Alle noch geöffneten Einrichtungen der Stadt und der städtischen Töchter würden auf jeden Fall diesen Mittwoch schließen. Die Kontaktbeschränkungen wolle er wie versprochen über Weihnachten lockern. Trotzdem ruft Herter alle Hammer dazu auf, ihre Kontakte in den kommenden Wochen tatsächlich herunterzufahren und die Coronaregeln zu beherzigen, um die zweite Pandemiewelle zu brechen.
Präsenzpflicht entfällt in dieser Woche
Seit heute lernen viele Schüler in Hamm wieder zu Hause. Das Land hatte die sogenannte Präsenzpflicht im Klassenraum kurzfristig aufgehoben. Bei Schülern der unteren Jahrgänge bis Stufe sieben haben die Eltern die Wahl, ob die Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Für ältere Schüler ab Klasse acht wird das Lernen vollständig auf Distanz umgestellt.
Hamms Schuldezernentin Britta Obszerninks betonte, dass die Entscheidung der Eltern von Schülern der Klassen 1 bis 7 für oder gegen Präsenzunterricht heute einmal verbindlich für die gesamte Woche getroffen werden müsse. Bei Klassenarbeiten sollten Schulen prüfen, ob die Arbeiten unbedingt geschrieben werden müssen oder auch ausfallen oder verschoben werden können.
Massenandrang verhindern
Herter ruft alle Hammer dazu auf, ihre Kontakte in den kommenden Wochen tatsächlich herunterzufahren und gerade in den nächsten zwei Tagen vor dem Lockdown nicht in die Innenstadt zu strömen. Denn nur gemeinsam lasse sich die zweite Coronawelle brechen.