
Mit dem Rad gegen Gas: Klimademo zieht durch Hamm
Am Sonntag (13.09.) rollt eine Fahrraddemo vom Hammer Hauptbahnhof zum Gersteinwerk. Das Klimabündnis Hamm protestiert dort gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und fordert mehr Tempo bei der Energiewende.
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Start am Hauptbahnhof Hamm - Route zum Gersteinwerk
Am Sonntag, 13. September, startet um 13 Uhr eine Kundgebung am Hammer Hauptbahnhof. Ab 14 Uhr folgt eine Fahrraddemo. Ziel der Route ist das Gersteinwerk, das Kraftwerk von RWE an der Stadtgrenze zu Werne-Stockum. Organisiert wird die Aktion vom Klimabündnis Hamm unter dem Motto „Zukunft statt Gas“. Die Veranstalter rechnen mit rund 500 Teilnehmenden. Bereits im Juli 2026 hatte das Klimabündnis zu einer Fahrraddemo zum Gersteinkraftwerk aufgerufen – die Aktion im September reiht sich damit in eine Serie von Protestaktionen ein.
Kritik an der Energiepolitik des Bundes
Das Klimabündnis Hamm richtet sich mit der Demo gegen die aktuelle Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Nach Ansicht der Veranstalter bremst die Ministerin den Ausbau erneuerbarer Energien, während gleichzeitig neue Gaskraftwerke entstehen sollen. Als Beispiel nennt das Bündnis unter anderem das Gersteinwerk, wo nach RWE-Plänen ein neues, wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit einer Nennleistung von rund 800 Megawatt gebaut werden könnte. Mit der Fahrraddemo will das Klimabündnis Hamm nach eigenen Angaben erneut Druck auf die Bundespolitik ausüben.
Forderungen des Klimabündnisses Hamm
In seinem Aufruf formuliert das Klimabündnis Hamm drei zentrale Forderungen an die Bundesregierung. Gefordert wird ein Ende der Abhängigkeit von fossilem Gas zugunsten erneuerbarer Energien. Zudem soll das Gebäudeenergiegesetz aus Sicht der Veranstalter nicht zulasten von Mieterinnen und Mietern aufgeweicht werden. Als dritten Punkt verlangt das Bündnis ein deutlich höheres Ausbautempo bei Wind- und Solarenergie.
Landwirte unterstützen Protest in Hamm
Unterstützt wird die Demo auch von Landwirten. Ulf Allhoff-Cramer, Landwirt und Waldbauer, und Hilde Schiller vom Biohof Laakenhof sagen, dass die Folgen der Klimakrise für die Landwirtschaft schon heute zu spüren seien – etwa durch Dürre, Wassermangel und Ernteausfälle. Auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft NRW gehört zu den Unterstützern der Demo.