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Nahost-Konflikt belastet NRW-Unternehmen stark
© Radio Lippewelle Hamm, Brocke
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Nahost-Konflikt belastet NRW-Unternehmen stark

Eine Umfrage der IHK NRW zeigt deutliche Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Über 60 Prozent der 768 befragten Betriebe sind negativ von der Krise betroffen.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.04.2026 09:01

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Transport- und Energiekosten steigen dramatisch

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Die größten Herausforderungen für die Unternehmen sind steigende Transport- und Logistikkosten. 82 Prozent der befragten Betriebe melden entsprechende Kostensteigerungen. Dabei sind alle Transportwege betroffen - zu See, in der Luft und auf der Straße. Die größte Herausforderung stellt jedoch die Seefracht dar, da Schiffe überbucht sind oder ihre Bestimmungsorte nicht anfahren können. 71 Prozent der Unternehmen kämpfen zusätzlich mit höheren Energiepreisen. Diese Entwicklung trifft die Betriebe in einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage besonders hart.

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Lieferketten unter Druck in der Region

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40 Prozent aller befragten Unternehmen berichten von Verzögerungen und Unterbrechungen in ihren Lieferketten. Gründe dafür sind unter anderem längere Routen und eingeschränkte Hafenzugänge im Seetransport sowie Engpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten. IHK NRW befürchtet eine Verschärfung der Belastungen für viele Unternehmen, sollten die Einschränkungen auf wichtigen Handelsrouten wie der Straße von Hormus noch länger anhalten. 

"Die Umfrage zeigt, wie hoch der wirtschaftliche Druck für viele Betriebe inzwischen ist. Unsicherheit, Kostensteigerungen und instabile Lieferketten treffen die Wirtschaft in NRW und auch in unserer IHK-Region in einer ohnehin angespannten Lage." - Roland Klein, Präsident der IHK zu Dortmund
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Unternehmen geben Kosten weiter

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Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe plant, die gestiegenen Kosten an ihre Kunden weiterzugeben oder die Preise zu erhöhen. Dies zeigt, dass die höheren Logistik- und Energiepreise längst nicht mehr nur ein Risiko darstellen, sondern in vielen Betrieben unmittelbar wirksam werden. Neben Preisanpassungen überprüft jedes fünfte Unternehmen seine Lieferketten, sucht alternative Lieferanten oder baut die Lagerhaltung aus. Über ein Drittel der Betriebe plant derzeit jedoch keine besonderen Maßnahmen. Die Umfrage fand vom 23. bis 29. März 2026 statt.

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