
Neues Tierasyl für Hamm: mehr Platz für Tierwohl
Das in die Jahre gekommene Hammer Tierasyl soll ein neues Gebäude an einem neuen Standort in Bockum-Hövel an der Römerstraße bekommen.
Veröffentlicht: Dienstag, 03.03.2026 05:51
Tierasyl in Hamm: liebevoller Ort für Fund- und Abgabetiere
Egal ob Hund, Katze oder Kaninchen - im Tierasyl Hamm findet jedes Tier vorübergehend ein sorgendes Zuhause. Eröffnet wurde es bereits im Jahr 1977 auf dem Gelände direkt neben dem Tierpark. Aktuell kümmern sich dort eine Handvoll Mitarbeiter zusammen mit zahlreichen Ehrenamtlichen um die Versorgung der Tiere. Neben täglicher Pflege gehören auch medizinische Betreuung und die Organisation der Vermittlung zum Alltag. Im Hammer Tierasyl werden hauptsächlich Fundtiere aufgenommen, das heißt, die Tiere sind häufig ihren Besitzern entlaufen oder abhandengekommen, wobei ein Großteil oft wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehrt. Darüber hinaus werden auch Tiere aufgenommen, die auf Grundlage des Landeshundes- oder Tierschutzgesetzes sichergestellt werden. Für Tiere, die nicht in ihr ursprüngliches Zuhause zurückfinden können, sucht das Team dann ein neues, passendes Zuhause. Informationen zur Vermittlung sowie zu Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Website des Tierasyls.
Warum soll das Tierasyl in Hamm umziehen?
Schon seit längerem kämpft das Asyl mit einigen baulichen, aber auch strukturellen Herausforderungen: Das bestehende Gebäude ist deutlich in die Jahre gekommen, erzählt Leiterin Katja Skriginski.
"Wir bewegen uns zwischen Wellblech-Dächern, ineffizienter Beheizung und einer Mehrzweckhalle" Katja Skriginski, Leiterin Tierasyl Hamm
Trotz der begrenzten Raumkapazitäten versuche das Team dennoch sein Bestes, um den Tieren ein liebevolles Umfeld zu bieten. Mit dem Neubau sollen die widrigen Umstände dann aber auch beendet sein. Darauf freue sich bereits jetzt das gesamte Team, so Skriginski.
"Wir haben lange davon gesprochen, lange davon geträumt, dass die Tiere mehr Platz haben und vernünftig untergebracht sind. Wir versprechen jedem Tier eigentlich in die Pfote, "ab jetzt wird es besser" - und das soll mit der Aufnahme im Tierasyl auch so sein." Katja Skriginski, Tierasylleitung Hamm
Die Tiere sollten möglichst gar nicht lange im Asyl bleiben, aber in der Zeit, wo sie dort sind, sollten sie es gut haben, betont sie.
Hamm: Maßnahmen für mehr tierische Glücksmomente
Die Überlegungen für einen Neubau reichen bereits viele Jahre zurück: erste Planungen gab es schon vor der Corona-Pandemie und seit 2020 liegt das Projekt in den Händen von Oberbürgermeisters Marc Herter. Über die Jahre hinweg wurde eine intensive Standortsuche gestartet, die sich zunächst kompliziert darstellte. Geeignete Flächen wurden unter Berücksichtigung von Erreichbarkeit und emissionsrechtlichen Vorgaben geprüft. Mittlerweile steht fest: Der Neubau soll im Hammer Norden an der Römerstraße entstehen. Auch die Finanzierung ist jetzt gesichert: Insgesamt stehen dem Projekt rund 6,5 Millionen Euro zur Verfügung, ermöglicht durch die städtische Gesellschaft Hamm.Invest. Mit dem Neubau sollen sowohl die Unterbringungsmöglichkeiten für die Tiere als auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden deutlich verbessert werden. Eine größere Fläche und klarere räumliche Struktur sollen künftig mehr Chancen für eine tiergerechtere Betreuung schaffen. Der Umzug ist in zwei bis drei Jahren angesetzt, wobei der Baubeginn derzeit für das Zweite Quartal 2027 geplant wird.